In der österreichischen Bundesliga kommt es ab der kommenden Spielzeit zu einer umfassenden Regeländerung. Wie die Liga am Mittwoch in einer Pressemeldung verriet, wurde die zur Saison 2018/19 eingeführte Punkteteilung nach dem Grunddurchgang abgeschafft. Demnach einigten sich die zwölf Bundesligavereine einstimmig auf die Aussetzung dieser Regelung.
Zur Erklärung: In Österreich wurde die Liga nach dem 22 Spieltage umfassenden Grunddurchgang in zwei Sechsergruppen geteilt. Die Teams nehmen dabei bislang jeweils die Hälfte der Punkte mit, halbe Punkte werden abgerundet. Dazu kommt es ab 2026/27 nun nicht mehr.
Die Teilung in eine Meister- und Qualifikationsgruppe zu je sechs Mannschaften wird es indes auch in den kommenden Spielzeiten geben. Zudem bleibt das Europacup-Play-off, bei dem am Ende der Saison der letzte internationale Startplatz vergeben wird, in seiner bisherigen Form erhalten. Diese Beschlüsse gelten bis Sommer 2030.
Anpassung beim Österreicher-Topf
"Das Format der Zwölferliga hat sich seit der Einführung 2018 absolut bewährt. Bei der allgemeinen Zufriedenheit mit dem Ligenformat war - insbesondere aus sportlicher Sicht - die Punkteteilung nach dem Grunddurchgang aber ein wiederkehrendes Diskussionsthema", erklärte Vorstandsvorsitzender Christian Ebenbauer.
Eine Veränderung beschlossen die Klubs auch beim Österreicher-Topf: Ab der Saison 2027/28 wird die tatsächliche Einsatzzeit österreichischer Spieler - unabhängig von einer Mindestanzahl am Spielbericht - ausschlaggebend sein. So werden für die Aufteilung des Österreicher-Topfes die Spielminuten heimischer U-22-Spieler dreifach gezählt, jene von U-24-Spielern doppelt und jene von U-26-Spielern einfach. Spielminuten von älteren Spielern werden finanziell nicht mehr berücksichtigt.