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EM-Topfavorit Deutschland? "Wir wollen den Pott in der Hand halten"

kicker

Von der U-21-EM in der Slowakei berichten Tim Lüddecke und Michael Pfeifer

Neun Punkte aus drei Spielen mit neun erzielten Treffern, zudem der abschließende 2:1-Sieg gegen Titelverteidiger England trotz einer Total-Rotation in der Startformation: Hat die deutsche U-21-Nationalmannschaft damit nun die Rolle als Topfavorit bei der Europameisterschaft inne?

Antonio Di Salvo ist angesichts des perfekten Verlaufs der Gruppenphase berechtigterweise ziemlich angetan von seiner Mannschaft, doch der deutsche Cheftrainer hat natürlich auch registriert, dass sich eigentlich sämtliche Titelanwärter in der Vorrunde durchgesetzt haben: Überraschungen sind bei dieser EM bislang ausgeblieben.

Di Salvo: "Das müssen wir nicht verhehlen"

Alle "großen Nationen", so der 46-Jährige, seien nun unter den acht Viertelfinal-Teilnehmern dabei, das sei "auch sehr beeindruckend", findet Di Salvo: "Und deswegen glaube ich, dass viele Mannschaften Ambitionen haben, dann den Titel zu holen."

Dass die DFB-Auswahl ebenfalls dazu gehört als einziges Team mit der Optimal-Punkteausbeute und generell überzeugenden Darbietungen in den drei bisherigen Partien, betonte der U-21-Coach allerdings auch: "Das müssen wir auch nicht verhehlen, dass wir auch eine der Mannschaften sind, die den Pott in der Hand halten wollen."

Das Ziel "Bratislava" heißt jetzt: Finaleinzug

Dafür ist im Viertelfinale am Sonntagabend in Dunajska Streda (21 Uhr, LIVE! bei kicker) jedoch erst einmal die Auswahl Italiens auszuschalten. "Das wird schwer genug. Es wird auf Kleinigkeiten ankommen, das wissen wir. Wir wollen definitiv ins Halbfinale", erklärte Di Salvo - um mit kurzer Verzögerung noch nachzuschieben: "als erstes Ziel".

Denn fest steht nach der Vorrunde, dass die ursprünglich von den DFB-Protagonisten ausgegebene Zielsetzung "Bratislava" nun auch mit dem Finaleinzug verbunden ist: Als Gruppensieger würde Deutschland das Halbfinale eben nicht bereits in der slowakischen Hauptstadt, sondern in Kosice bestreiten. Was wiederum eine Reise von mehr als 400 Kilometern aus dem bisherigen deutschen Turniercamp in Modra bedeutet.

Die Konkurrenz "kann sich ihren Teil denken"

Merlin Röhl, der sich gegen England ohne Anpassungsprobleme in die deutsche Startelf eingliederte, offenbarte: "Es war von Anfang an klar, dass wir ins Finale wollen, egal, welcher Weg kommt, das war unser Ziel. Bratislava als Stadt war da eher eine Metapher."

Eindeutiger als die offizielle Wortwahl bei Ambitionen und Ansprüchen fallen hingegen die sportlichen Signale aus, die die DFB-Auswahl an die anderen Nationen gesendet hat. "Wir machen unseren Job auf dem Platz", befand Röhl: "Und die Konkurrenten sehen dann unsere Ergebnisse und Spiele - dann können sie sich ihren Teil denken."