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Empfehlung vom Chef: Alzenau soll die Regionalliga "in vollen Zügen genießen"

kicker

Beim FC Bayern Alzenau ist die Vorfreude auf die insgesamt sechste Spielzeit in der Regionalliga Südwest deutlich zu spüren. "Ich empfehle unseren Mitgliedern, Zuschauern und Fans, die kommende Saison in vollen Zügen zu genießen", ist sich Vereinschef Andreas Trageser allerdings auch bewusst, dass es für die Unterfranken keine Selbstverständlichkeit ist, in der vierten Liga mitzumischen.

Bei der Zusammenstellung des neuen Kaders setzten die Bayern vor allem auf Lokalkolorit. "Entweder sollen die Spieler einen Bezug in das Rhein-Main-Gebiet oder direkt zu unserem Verein haben", lautete die Prämisse bei den Neuverpflichtungen. Semiprofessionelle Kicker oder gar Vollzeit-Profis finden sich in Reihen der Alzenauer nicht. Sämtliche Akteure befinden sich in einem Arbeitsverhältnis oder gehen einem Studium nach, auch Trainer Kreso Ljubicic arbeitet weiter in Vollzeit als Key-Account-Manager.

Den nur vermeintlich letzten Transfer tätigte der FCB am vergangenen Sonntag. Mit Alessio Samarelli haben die Bayern einen weiteren Keeper unter Vertrag genommen. Der Neuzugang vom Hessenligisten Hanauer SC 1960 komplettiert mit Fabian Wolpert und den beiden Nachwuchstalenten Luca Denk und Jona Weiß das Torhüter-Quartett der Weiß-Blauen. "Wir wollten neben Wolpert noch einen weiteren gestandenen Torwart zur Verfügung haben", erklärt Ljubicic die Verpflichtung des 22-Jährigen. Doch nach einigen Verletzungen in der Innenverteidigung während der Vorbereitung sah sich Alzenau Mitte der Woche doch noch mal zum Handeln gezwungen und verpflichtete Innenverteidiger Gaoussou Dabo aus Erfurt.

Ansonsten sieht der ehemalige Profi Ljubicic seinen Kader für das Abenteuer Regionalliga gut aufgestellt. "Mir wurden von Seiten des Vereins alle Personalwünsche erfüllt. Wir haben viel Tempo und eine hohe fußballerische Qualität in unserem Team", ist der 36-Jährige überzeugt, dass die Bayern den Klassenerhalt in der Südwest-Staffel erreichen können. Insbesondere auf den beiden Außenbahnen hat Ljubicic die Qual der Wahl. Mit Mersei Nsandi, Justin Barry und Paul Seikel stehen dem Alzenauer Coach drei hochtalentierte Kicker aus dem letztjährigen Kader zur Verfügung. Dazu kommen mit den Neuverpflichtungen Robin Rosenberger, Maximilian Brauburger, Leandro Baumann und Jihad Boutakhrit vier weitere Spieler, welche als Schienenspieler ordentlich Geschwindigkeit mitbringen.

Infrastruktur wächst

Weitere Fortschritte macht auch der Ausbau der Alzenauer MaiRec-Arena. Nach einer rund vierjährigen Genehmigungsphase befindet sich der Bau der Flutlichtanlage in den finalen Zügen. "Derzeit holen wir die letzten Angebote ein. Für uns ist das ein absoluter Quantensprung", berichtet Vereinsboss Trageser. Daneben wurde in der Heimspielstätte der Bayern ein Spielertunnel installiert, die letzten infrastrukturellen Baumaßnahmen für die vierte Liga befinden sich ebenfalls in der abschließenden Phase.

Vor dem Saisonstart gegen den Mitaufsteiger TSV Schott Mainz steht für Alzenau am kommenden Freitag (19 Uhr) noch die Generalprobe beim Hanauer SC 1960 auf dem Programm. Im altehrwürdigen Hanauer Herbert-Dröse-Stadion prallen die Unterfranken in der ersten Runde des Hessenpokals auf den Ex-Verein der beiden Neuzugänge Samarelli und Ahmet Aygül. Bereits am 2. Regionalliga-Spieltag dürfen sich die Alzenauer auf das Saison-Highlight überhaupt freuen. Die erste Auswärtsfahrt führt über die bayerisch-hessische Landesgrenze zum nur 19 Kilometer entfernten Bieberer Berg nach Offenbach.