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Erleichterung am Geißbockheim und der Musterweg mit Stürmer El Mala

kicker

Am Montagabend wanderten wichtige Punkte aufs Kölner Konto. Der 3:2-Sieg gegen den Wuppertaler SV ergab drei Zähler, die die U 21 des FC vorerst vom Tabellenende wegkatapultierten. Zuvor hatte es vier teilweise ärgerliche Niederlagen und nur einen Sieg aus fünf Partien gegeben.

In Panik versetzte das die Kölner Bosse aber nicht - obwohl der langfristige Plan durchaus bleibt, die Regionalliga-Mannschaft zu einem Spitzenteam in der Liga zu formen. Das Team von Trainer Evangelos Sbonias lieferte schließlich auch etwa gegen Spitzenteam Sportfreunde Siegen eine respektable Leistung, die gegen Wuppertal nun reichte endlich für den ersehnten Sieg.

Die U 21 durchläuft vielmehr den klassischen Lernprozess eines stark veränderten und deutlich verjüngten Teams. Die als Führungsspieler vorgesehenen Routiniers Marvin Ajani (31, zuvor Teutonia Ottensen) und Luca Dürholtz (32, zuvor SV Elversberg) müssen sich in ihren neuen Rollen erst noch finden, manches Talent derweil zeigt, dass es vielleicht doch noch etwas mehr Zeit braucht als gedacht. Das Erfolgserlebnis gegen den WSV nun ist auch deshalb hilfreich, weil es vorerst etwas Druck von Sbonias' Truppe nimmt.

Vor allem die schlechte Chancenverwertung machte zuletzt Sorgen, dazu mischten sich einfachste Fehler in der Defensive - Kinderkrankheiten einer Mannschaft, denen flächendeckend Erfahrung im Seniorenfußball fehlt. Hilfreich könnte da sein, dass mit Innenverteidiger Neo Telle und Mittelfeldspieler Emin Kujovic (beide 20) zwei Akteure bleiben, die eigentlich in die 3. Liga hätten verliehen werden sollen. Doch bei beiden ergab sich keine Konstellation, in der entsprechende Spielpraxis garantiert gewesen wäre, sodass die Kölner das Duo lieber am Geißbockheim behalten. Spielzeit ist das Wichtigste, das ist allen Akteuren bewusst.

Das gilt auch für Malek El Mala. Der 20 Jahre alte Stürmer erzielte gegen Wuppertal sein drittes Tor in Folge: Im Sommer gemeinsam mit Bruder Said von Viktoria Köln zurückgekehrt, soll er bei der U 21 so viele Minuten sammeln wie möglich. In der 3. Liga war ihm das - auch wegen Verletzungen - oftmals nur als Joker vergönnt. Nun zeigt der Stürmer, dass ihm die Spielpraxis spürbar guttut und durchaus ein Goalgetter in ihm steckt. Das wurde auch bereits belohnt: Als Ragnar Ache im Profitraining erkrankt kürzertreten musste, rückte El Mala prompt nach, mischte wieder beim Bundesligateam um Bruder Said mit - und ging damit genau den Weg, den in Zukunft mehr Talente gehen sollen.