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Essens lange Anreise: Hoffen auf Potocnik - und ein Stop beim DFB

kicker

Es ist ein dicht getakteter Terminplan, den Jaka Cuber Potocnik in diesen Tagen absolviert. Noch am Dienstagabend war der vom 1. FC Köln an RWE verliehene Stürmer für Sloweniens U 21 in Norwegen im Einsatz - und kassierte eine krachende 0:5-Niederlage. Am Mittwoch kehrte der 20-Jährige nach Essen zurück, um sich schon am Donnerstag auf die rund 600 Kilometer lange Reise für das Auswärtsspiel der Essener in Regensburg zu machen. Das findet am Freitagabend (19 Uhr, LIVE! bei kicker) statt, die Rückreise startet unmittelbar in der Nacht.

"Ich stand im permanenten Austausch mit Jaka, genauso wie unser Athletik-Coach Tobias Schmidt", sagt Essens Cheftrainer Uwe Koschinat, der die Länderspielreise seines Schützlings positiv bewertet. "Jaka hat zum einen eine wirklich intensive Trainingswoche hinter sich, die dann für ihn persönlich mit einem 90-Minuten-Einsatz gekrönt, aber natürlich im Ergebnis sehr, sehr unerfreulich war. Auf der anderen Seite konnte Jaka 90 Minuten Spielerfahrung sammeln, das tut ihm sehr, sehr gut."

Denn mit wachsender Spielpraxis wird der Angreifer natürlich auch für Essen immer wertvoller. Seine Klasse hatte Potocnik schließlich gleich in seinen ersten beiden Spielen für den Drittligisten unter Beweis gestellt: Bei der 2:3-Niederlage gegen Aachen erzielte er nach Einwechslung ein Tor. Im Landespokal steuerte er ebenfalls einen Treffer beim 10:0-Kantersieg über Solingen bei. "Die Tore sollten ihm Auftrieb gegeben haben", hofft Koschinat, der zugleich aber gespannt beobachtet, wie sich die Reise-Strapazen auf den Zustand des Neuzugangs auswirken werden.

Unter anderem deshalb macht RWE auf der langen Anfahrt nach Regensburg einen längeren Stop in Frankfurt. Auf dem DFB-Campus absolviert das Koschinat-Team am Donnerstag eine letzte Trainingseinheit. Potocnik hat damit die Möglichkeit, sich etwas zu erholen. Das Trainerteam bekommt in der Mainstadt einen Eindruck von seiner Verfassung - und der Busfahrer, der in die Überlegungen miteinbezogen wurde, kann seine notwendige Pause absolvieren - zumal das Campus-Gelände nicht weit weg von der A3 liegt, die der Essener Tross Richtung Oberpfalz nutzt.

Mause "verbindet Elemente"

Je nach dem, wie viele Minuten Koschinat dem Slowenen zutraut, mit Jannik Mause stünde eine adäquate Alternative bereit. Der von Kaiserslautern ausgeliehene Stürmer kam nach seinem Einsatz gegen Aachen auch im intensiven Testspiel gegen Dortmunds zweite Mannschaft (1:0) während der Länderspielpause zum Einsatz und ist inzwischen integriert. "Ich glaube, dass das Dortmund-Spiel ähnlich wie das Spiel gegen Aachen gezeigt hat, dass er der zentrale Stürmer mit Tiefgang und Präsenz ist. Genau so einen Stürmertyp wollten wir zusätzlich im Kader haben. Er bringt neue Elemente ins Spiel: Er ist ein robuster Strafraumspieler und gleichzeitig ein Spieler mit Tiefgang, der verschiedene Aspekte des Spiels miteinander verbindet", beschreibt Koschinat den Ex-Ingolstädter, für den RWE auch eine Kaufoption besitzt.

Allerdings: Sowohl in der Rückrunde in Fürth als auch während der Sommerpause und den ersten Wochen in der regulären Spielzeit beim FCK trainierte Mause unter erschwerten Bedingungen. Beim Kleeblatt zu Saisonende nicht mehr berücksichtigt, pendelte er bei den Roten Teufeln zwischen erster und zweiter Mannschaft sowie individuellem Training. "Das lässt sich über eine Saison nur durch Spielminuten kompensieren", sagt Koschinat. "Das eine ist intensives Training und das Arbeiten an individuellen Schwächen, das andere ist Rhythmus über Spiele. In der englischen Woche müssen wir da die richtige Balance finden."