Fehlercode: %{errorCode}

Ex-FCB-Spieler kämpft sich zurück ins Nationalteam

kicker

Die Rückkehr des kanadischen Fussballspielers Liam Millar in die Nationalmannschaft nach einer schweren Verletzung ist eine bemerkenswerte Geschichte. Der 26-jährige Stürmer erlitt vor einem Jahr einen Kreuzbandriss bei einem Spiel für Hull City in der zweiten englischen Liga, der nicht nur seine körperliche Gesundheit, sondern auch seine mentale Verfassung stark beeinträchtigte.

Millar, der bis Sommer 2023 für den FC Basel spielte, durchlebte eine Phase schwerer Depressionen. In einem offenen Gespräch mit dem Toronto Star schilderte er seine Erfahrungen: "Alles, was ich anschaute, bewegte sich". Diese Schwindelsymptome waren eine direkte Folge seiner psychischen Belastung. Der Fussballer zog sich zunächst völlig zurück und fand nur kurzfristige Ablenkung durch sein Smartphone. "Ich klebte an meinem Handy, weil es die einzige Sache war, die mich von meinem Schwindel ablenkte", erklärte Millar gegenüber dem Toronto Star.

Ein Wendepunkt kam, als er sich seiner Frau Daniela anvertraute. "Ich habe im Auto einfach zu weinen begonnen und zu Daniela gesagt: 'Mir geht es nicht gut, etwas ist schwerwiegend falsch.'" Dieser Moment der Offenheit markierte den Beginn seiner Genesung.

Daniela Millar, selbst eine ehemalige Eishockey-Torhüterin, die ihre Karriere aufgrund von Gehirnerschütterungen beenden musste, konnte die Situation ihres Mannes gut nachempfinden. "Sie hat die ganze Traurigkeit, das Gefühl, verloren zu sein, verstanden und war für mich da", so Millar.

Eine weitere wichtige Stütze war der kanadische Nationaltrainer Jesse Marsch. Der 51-Jährige unterstützte Millar nicht nur bei der medizinischen Versorgung, sondern bot ihm auch persönliche Unterstützung an. Millar verbrachte sogar einen Teil seiner Rehabilitationszeit in Marschs Haus in der Toskana. Trotz der langen Pause und nur zwei Teileinsätze für Hull City seit seinem Comeback Ende September hat Marsch Millar wieder in den Kader der Nationalmannschaft berufen.