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"Extrem froh" über Zusammenarbeit: Eddersheim setzt auf Rhythmusgeber Schorr

kicker

Wenn die Elf von Carsten Weber am nächsten Wochenende den Hanauer SC empfängt (Sonntag, 15 Uhr), beabsichtigt sie effizienter aufzutreten als im Vorjahr. "Es gab viele Partien, in denen wir spielbestimmend waren. Aber wir haben die Balance nicht richtig gefunden", erinnert sich der FCE-Coach. 13-mal teilte sich sein Team die Punkte mit dem Gegner; kein Verein spielte 2024/25 häufiger unentschieden. Am Ende kam er als Tabellenachter ins Ziel.

Was ist der Mannschaft um Torjäger Halil Ibrahim Yilmaz nun zuzutrauen? Einerseits sind mit Phil Reuter, Daniel Zeaiter, Ivan Dujmovic, Christopher Krause, Dennis Lang, Mikael Neway, Tolga Demirbas, Adrian Juniku, Fabio Wollstadt sowie Luis Weirauch einige Abgänge zu verzeichnen. Auf der anderen Seite zählen neben Amar Glogic (SV Gonsenheim U 19), Lars Schön (SV Darmstadt 98 U 19), Angel Arthee (SV Unter-Flockenbach) und Benedict Klimmek (PSV Union Neumünster) gleich drei Neuzugänge vom erst in der Relegation am Aufstieg in die Regionalliga gescheiterten Konkurrenten Türk Gücü Friedberg nun zum Kader: Felix Koob, Demyan Imek und Patrick Schorr. Letztgenannten kennt Eddersheims Trainer schon seit seiner Tätigkeit in der Nachwuchsabteilung von Eintracht Frankfurt; später coachte Weber den vielseitigen Mittelfeldakteur während der gemeinsamen Zeit in Friedberg.

"Ich bin extrem froh, dass wir zusammenarbeiten können. Er ist jemand, der unserem Spiel noch mal einen anderen Rhythmus gibt", sagt er über "den auf seiner Position vielleicht sogar besten Spieler der Liga". Zum Auftakt wird allerdings noch nicht mit Schorr zu rechnen sein. Der ehemalige Bundesliga-Akteur - 2013 bestritt er eine Partie im Trikot der TSG Hoffenheim gegen den 1. FC Nürnberg - laboriert an einer im Test gegen den SV Gonsenheim (2:2) erlittenen Wadenverletzung und peilt einen Einsatz im zweiten oder dritten Saisonspiel an.

Keine optimale Vorbereitung

Nach fünf Jahren in Diensten Türk Gücüs habe er sich aus beruflichen und zeitlichen Gründen nun für den Wechsel nach Eddersheim, das näher an seinem Wohnort Wiesbaden liegt, entschieden. Gern denkt der 30-Jährige an seine Zeit in Friedberg zurück: "Es war auf jeden Fall ein steiler Aufstieg. Ich hatte gar nicht so große Erwartungen. Wir haben uns von Jahr zu Jahr verbessert - und es ist eine richtig gute Mannschaft zusammengewachsen." Unvergessen sind die Teilnahmen an der Aufstiegsrunde 2024 und 2025 sowie das Hessenpokal-Finale gegen Kickers Offenbach im Mai 2024 (2:3).

Auch seinem neuen Team traut Schorr einiges zu: "Die Vorbereitung war nicht optimal. Das wird sich finden müssen. Aber: Wir können eine gute Saison spielen und im oberen Mittelfeld landen." Weber, der in sein drittes Jahr beim Klub aus dem Main-Taunus-Kreis geht, weist auf die "gute Kadertiefe" hin - aber ebenso auf vielen Ausfälle und dementsprechend "unbefriedigende Vorbereitung". Einen konkreten Tabellenplatz als Ziel formuliert er nicht. "Wir müssen schauen, wie schnell wir reinkommen. Man merkt, dass noch nicht alles greift und noch keine hundertprozentige Struktur in vielen Abläufen da ist." Das alles Entscheidende für den 41-Jährigen ist "ein guter Spirit in der Mannschaft".

Veränderungen gibt es unterdessen nicht nur im Kader, sondern auch im Trainerstab: Zu diesem zählen neben Weber und Assistent Felix Rottenau nun auch Orzumanbek Nurmukhamedov (Co-Trainer) sowie Athletikcoach Ryo Shimizu.