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Fallmann: "Wir wollen ein Fußballfest am Volksfest"

kicker

Wenn Österreichs Weinkönigin gekrönt wird, "Die Donauprinzen" und "Die Draufgänger" erscheinen, obendrein "DJ Nils Holgerson" auflegt, dann geht's ab im Weltkulturerbe Wachau. Über 100.000 Besucher werden beim Volksfest im Kremser Stadtpark (von 21. bis 31. August) erwartet.

Der direkt benachbarte Kremser SC hat sich für diese Zeit in der Regionalliga Ost schon zwei Heimspiele (gegen Retz und Mauer) im Sepp-Doll-Stadion gesichert.

Am zweiten Wochenende des Volksfestes ist die 2. Runde des ÖFB-Cups angesetzt. Das Ziel liegt also auf der Hand: Die Kremser streben mit Hilfe der Losfee ein Heimspieltriple an. "Wir wollen ein Fußballfest am Volksfest", eiert KSC-Trainer Jochen Fallmann im Gespräch mit dem kicker nicht lange herum.

Erstrundengegner Amstetten kennt Fallmann nur zu gut, ist er doch der erfolgreichste Trainer der SKU-Vereinsgeschichte mit drei fünften Plätzen in der 2. Liga und dem Einzug ins ÖFB-Cup-Viertelfinale 2020. "Schöne Erinnerungen habe ich aber nicht nur an die Erfolge, sondern auch an die lieben Menschen dort, und, dass wir in der Infrastruktur einiges weiter gebracht haben", so Fallmann.

Stierschneider, übernehmen Sie

Auch in Krems gehört Fallmann punkto Infrastruktur zu den treibenden Kräften, allen voran steht jedoch Neo-Präsident Georg Stierschneider, ein Kremser Urgestein. Sollte der 1919 gegründete Traditionsklub (1988 Cupsieger, 1989 bis 1992 Bundesligist, ab 1990 mit Mario Kempes als Spielmacher) diesmal in der Ostliga wieder vorne mitspielen, wird die Lizenz beantragt.

Wie viel Schwung aus dem Cup mitgenommen werden kann, hat Krems letzte Saison eindrucksvoll gezeigt. In der 1. Runde mussten sich die Wachauer Holder Sturm Graz vor 6.200 Zuschauern (ohne Volksfest nebenan) erst nach Verlängerung (2:4) geschlagen geben. Danach verloren sie zwar die ersten zwei Ligaspiele, krönten sich schließlich aber zum Herbstmeister.

Man trifft sich immer zwei Mal

Amstetten sieht Fallmann "auf Augenhöhe. Sie sind zwar eine Liga über uns und sehr spielstark, aber für mich ist es ein 50:50-Spiel. Wir haben ein tolles Trainingslager in Königswiesen gehabt und sind bereit."

"Achter" Michael Ambichl (2014 Cupfinalist mit St. Pölten) fällt mit einer Handverletzung aus. Ansonsten kann Fallmann voraussichtlich auf den gesamten Kader inklusive 13 Neuerwerbungen - darunter die Ex-Amstettener Burak Yilmaz, Damir Mehmedovic und Jan Koppensteiner - zurückgreifen.

Das letzte Cup-Duell der beiden NÖ-Rivalen in der 1. Runde 2023 konnte Amstetten in Krems vor etwas mehr als 2.000 Zuschauern mit 3:2 für sich entscheiden. Da saß Fallmann allerdings noch auf der SKU-Trainerbank.