Der schwache Saisonstart mit nur drei Punkten aus den ersten sechs Spielen zieht beim GAK Konsequenzen nach sich. Am Dienstagnachmittag gab das Tabellenschlusslicht der österreichischen Bundesliga bekannt, dass Sportdirektor Dieter Elsneg zurücktritt. Ihm wird Tino Wawra auf seinem Posten nachfolgen.
"Nach reiflicher Überlegung habe ich mich dazu entschlossen, meine Funktion als Sportdirektor niederzulegen. Die aktuelle sportliche Situation entspricht nicht unseren gemeinsamen Erwartungen und ich übernehme dafür die volle Verantwortung", erklärte Elsneg in einer Klubaussendung.
GAK-Obmann René Ziesler fand zum Abschied Worte des Danks: "Mit Didi verlässt uns nicht nur fachlich, sondern auch menschlich ein ganz Großer. Er ist der Architekt unserer Bundesligarückkehr und hat den Verein in vielen Bereichen nachhaltig professionalisiert."
Ziesler über Neo-GAK-Sportdirektor Wawra: "Erfahrener Fachmann"
Mit drei Unentschieden und drei Niederlagen ist der GAK nach sechs Runden der einzige noch sieglose Klub unter den Bundesligisten. Nun soll mit Wawra an der Spitze des sportlichen Bereichs der Turnaround geschafft werden. "In Tino haben wir einen erfahrenen Fachmann als Nachfolger. Er ist seit einiger Zeit beim GAK, kennt die Mannschaft und den Verein. Die sportliche Gesamtverantwortung liegt damit weiterhin in sehr guten Händen", so Ziesler.
Wawra selbst meinte zum Amtsantritt: "Didi hat Unfassbares für diesen Klub geleistet, ohne ihn wäre der GAK nicht dort, wo er jetzt ist. Nach einem sehr langen Gespräch mit ihm kann ich seine persönliche Entscheidung verstehen und respektiere sie auch. Von der ersten Minute weg bin ich immer zu hundert Prozent hinter den Personalentscheidungen gestanden, die Didi als sportlich Hauptverantwortlicher getroffen hat und tue das auch jetzt noch. Soweit ich es entscheiden kann, ist auch in Zukunft eine Zusammenarbeit mit Didi für mich beim GAK immer denkbar."