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Gegen Lyon beginnt der heißeste Kampf beim HSV

kicker

Seit Montag ist Daniel Peretz in Hamburg, am Dienstag hat die Leihgabe vom FC Bayern erstmals mit den neuen Kollegen trainiert, am Samstag wird er erstmals für den HSV spielen. Und genau das will der 25-jährige Israeli möglichst dauerhaft. Nicht nur in Testspielen. In München durfte er dies in zwei Jahren nur in sieben Pflichtpartien. "Natürlich will ich die Nummer 1 werden", sagt er und fragt: "Wer will das nicht?" Heuer Fernandes, daran besteht kein Zweifel, will es auch.

Für Heuer Fernandes ist die Situation nicht neu

In einem Kader, in dem sich auf nahezu allen zentralen Positionen Neubesetzungen abzeichnen, ist die Position im Tor die am härtesten umkämpfte. Der 32-jährige Platzhirsch war ein absoluter Aufstiegsgarant, ist Publikumsliebling und Anführer in der Kabine, hat zudem bislang eine starke Vorbereitung absolviert, inklusive eines absoluten Glanzlichts am vergangenen Samstag beim 1:2 in Graz. Es war ausgerechnet jener Tag, an dem sein neuer Rivale in der Hansestadt eingeflogen ist - und damit ein Zeichen, dass Heuer Fernandes mit der Konkurrenzsituation umgehen kann.

Für den Deutsch-Portugiesen ist die Situation nicht ganz unbekannt. 2020, ein Jahr nach seinem Wechsel von Darmstadt nach Hamburg, kam mit Sven Ulreich schon einmal ein Konkurrent aus München, der ihm trotz eines starken Saisonstarts aufgrund seines Stellenwerts eindeutig vorgesetzt wurde. Nun, versichern die Entscheider, gebe es ein sportliches Duell um den Stammplatz.

Dass Peretz sehr offensiv seine Ambitionen unterstreicht, ist ein klares Indiz, dass er Signale empfangen hat, eine reelle Chance auf den Platz im Tor zu bekommen. "Es gibt im Leben nie Garantien, aber ich will spielen und arbeite jeden Tag hart dafür", sagt er, erklärt jedoch gleichzeitig, dass er um seinen Platz und nicht gegen seinen Konkurrenten kämpft. "Wir Torhüter sind immer Kollegen. Ich bin immer freundlich zur gesamten Torhütergruppe. Wir arbeiten jeden Tag zusammen, auch außerhalb des Platzes. Deshalb ist es wichtig, dass wir eine gute Energie in unserer Gruppe haben und diese auch pflegen. Ich bin ein positiver Typ."

Die Brisanz in der Torwartkonstellation ist groß

Im Leih-Deal mit Peretz ist keine Kaufoption verankert, das heißt: Stand jetzt, gehört der israelische A-Nationaltorwart ab dem 1. Juli 2026 wieder dem FC Bayern, damit enden die Verträge beider potenziellen Stammkeeper im kommenden Sommer. Für den Neuankömmling eine aus seiner Sicht beinahe optimale Ausgangslage. "In einem Jahr ist alles möglich. Die Optionen liegen auf dem Tisch und sind gut. Ich denke jetzt noch nicht so viel an die übernächste Saison." Denn: Wo er diese bestreitet, hängt maßgeblich davon ab, ob er in dieser spielt. "Wir können sehen, wie es hier sein wird."

Peretz' Optimismus, dass es für ihn gut wird, scheint groß. "Ich spüre in den ersten Tagen Wärme und ein familiäres Gefühl. Ich bin mir sicher, dass ich sehr glücklich sein werde." Sein Glück indes hängt maßgeblich davon ab, wer das gegen Lyon offiziell beginnende Duell um das HSV-Tor gewinnt.