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Gemischte Gefühle und dennoch sieht Letsch Salzburg auf Kurs

kicker

Eine Punkteteilung mit gemischten Gefühlen auf beiden Seiten brachte für RB Salzburg und die SV Ried der Saison-Einstieg in der Bundesliga am Samstagabend. Erst in der Nachspielzeit eine Niederlage beim Aufsteiger abgewendet und dennoch "ein sehr gutes Fußballspiel gezeigt", resümierte Trainer Thomas Letsch nach dem 2:2 (1:1) im Innviertel. Die Chancenverwertung war das große Manko des Vizemeisters, auch die Gegentore ärgerten den Coach.

Nach früher Führung durch Sato Kitano (9.) gerieten die Salzburger durch Treffer von Kingstone Mutandwa (31.) und Oliver Steurer (53.) in Rückstand und gingen beim Sturmlauf in der letzten halben Stunde beinahe leer aus. Yorbe Vertessen erlöste die Salzburger erst in der 96. Minute. "Wir sind enttäuscht, wollten hier das Spiel unbedingt gewinnen. Mit dem Punkt zu starten hier in Ried ist nicht das, was wir uns vorgestellt haben", erklärte Letsch.

Thema Effizienz

Dem unbefriedigenden Ergebnis steht aber eine über weite Strecken gute Leistung gegenüber. "Speziell im Ballbesitz, wo man einen Gegner oft richtig reingedrückt hat, und zig Torchancen, die wir einfach nutzen müssen. Das heißt, das große Thema ist natürlich die Effizienz", analysierte Letsch, monierte aber auch defensive Mängel. "Die andere Geschichte, muss man auch ehrlicherweise sagen, ist, dass wir zwei Tore bekommen haben, genauso wo wir wussten, da ist Ried stark. Nach einem Abstoß und nach einem Freistoß."

Dennoch sieht Letsch sein Team in der Frühphase der Saison auf Kurs, die nächste Herausforderung wartet aber schon. Am Mittwoch empfängt Salzburg den belgischen Vizemeister Club Brügge in der dritten Qualifikationsrunde für die Champions League (19 Uhr LIVE! bei kicker) und will sich mit einem Heimsieg eine gute Ausgangsposition für den Aufstieg ins Play-off schaffen.

Enttäuschung, Frust und Stolz

Ähnlich wie bei Favorit Salzburg fiel auch bei Ried das Resümee zwiespältig aus. Beim Bundesliga-Comeback nach zwei Jahren Zweitklassigkeit fehlten nur wenige Sekunden auf die ganz große Sensation, ein Punkt gegen Salzburg ist aber ein schöner Erfolg. "Am Ende ist es natürlich sehr bitter, wenn wir so spät das Gegentor bekommen. Dementsprechend waren einige Jungs richtig sauer und enttäuscht", erklärte Trainer Maximilian Senft. "Es ist okay, wenn es zwei Gefühle gleichzeitig gibt, Enttäuschung und Frust, aber auch Stolz."

Taktische Varianten mit dem langen Verteidiger Nikki Havenaar als Anspielstation bei langen Abschlägen brachten mehrmals Gefahr, Standards, Moral und Einsatzbereitschaft waren topp. "Was mir sehr gut gefallen hat war, dass wir nach dem frühen Gegentor Gegenwehr zeigten. In den Phasen, wo wir voll in der Umsetzung unserer Idee waren, haben wir auch wirklich guten Fußball gespielt und waren sehr unangenehm für Red Bull. Es tut gut, dass wir über Phasen hinweg richtig kompetitiv waren", sagte Senft. Dass es letztlich zu einem Remis reichte, war aber vor allem Andreas Leitner zu verdanken, der bewies, warum er Torhüter der Saison in der 2. Liga war.