Saudi-Klubs zeigen Interesse
Für einmal hatte Marko Arnautovic "überhaupt keine Lust, über Fußball zu reden". Zu präsent war der Amoklauf an einer Grazer Schule, der am Dienstag ein ganzes Land in Trauer versetzte. "Wir mussten unseren Job machen, das ist unsere Arbeit. Hätte es die FIFA erlaubt, hätten wir nicht gespielt", erklärte Österreichs Rekordteamspieler nach dem 4:0-Sieg über San Marino im ORF-Interview. "Jeder war mit den Gedanken in Graz."
Angesichts der Umstände gab sich Arnautovic auch hinsichtlich seiner weiteren Karriereplanung bedeckt. "Meine Zukunft steht jetzt nicht im Mittelpunkt", erklärte der 36-Jährige, der unlängst seinen Abschied von Inter Mailand bekanntgegeben hatte und schon bei der Klub-WM nicht mehr Teil des Kaders ist. "Ich werde jetzt einmal in den Urlaub gehen."
Engagement in Österreich kein Thema
Währenddessen wird die Gerüchteküche weiterhin brodeln. Anfang Juni berichteten die Salzburger Nachrichten von zwei lukrativen Angeboten aus dem arabischen Raum, auch mit Roter Stern Belgrad wurde Arnautovic immer wieder in Verbindung gebracht. Gegenüber Maxbet Sport bestätigte Geschäftsführer Zvezdan Terzic nun das Interesse am Angreifer: "Marko Arnautovic ist ein Spieler europäischer Klasse und definitiv jemand, der Roter Stern helfen kann, auch wenn er 1989 geboren ist." Es sei jedoch unrealistisch, dass der Routinier das Angebot annehmen werde.
Fix kein Thema ist (angesichts der Gehaltsvorstellungen wenig überraschend) eine Rückkehr nach Österreich. Diese habe er "wirklich nicht geplant", ließ Arnautovic schon im März nach dem 1:1-Unentschieden gegen Serbien wissen - und damit auch die Träume einiger rot-weiß-roter Fußballfans platzen.
Abschied von Inter-Fans
Von den Inter-Anhängern verabschiedete sich Arnautovic am Mittwoch mit einem Video auf Instagram. "Auch wenn ich jetzt gehe, wird Inter mich nie verlassen. Schwarz und Blau werden für immer in meinen Adern sein", meinte der Stürmer. Für die Nerazzurri hatte Arnautovic seit August 2023 und davor in der Saison 2009/10 gespielt.