Fehlercode: %{errorCode}

Greifswalds Torjäger fehlt schmerzlich: Benyamina hofft auf Hinrunden-Comeback

kicker

Ein Sieg, ein Remis und vier Niederlagen. Mit dieser Bilanz startete Nordost-Regionalligist Greifswalder FC in die Spielzeit 2025/26. Die Mannschaft aus Mecklenburg-Vorpommern rangiert damit nach dem 6. Spieltag lediglich auf Tabellenplatz 15 - sicherlich nicht der Anspruch der Hansestädter. Doch die Greifswalder müssen bereits seit Anfang der Saison auf Stürmer und Kapitän Soufian Benyamina verzichten. Immerhin der Torgarant der vergangenen drei Spielzeiten für den Verein in der 4. Liga.

Der 35-Jährige, der für den VfB Stuttgart in der Bundesliga sowie für Dynamo Dresden in der 2. Bundesliga spielte, hatte sich im Verlauf der Sommervorbereitung im Training schwer verletzt und fiel seitdem mit einem Innenbandriss im Knie, einem Syndesmosebandriss sowie einer Sprunggelenksverletzung aus. "Ich bin aktuell im Einzeltraining mit unserem Athletiktrainer und mache vor allem lineare Läufe. Wir schauen Tag für Tag, wie mein Körper reagiert. Aber das Knie schwillt nicht an", sagte der gebürtige Berliner.

Sein Heilungsverlauf stimmt ihn zumindest zuversichtlich, auch wenn ein genaues Rückkehrdatum in den Spielbetrieb bislang nicht zeitgenau feststeht: "Alles läuft gut, aber ich kann nicht genau sagen, wie lange es noch dauert - das wäre nicht ehrlich." Dennoch ist ein Comeback noch im Kalenderjahr 2025 für den Offensivakteur geplant: "Die Hinrunde werde ich auf jeden Fall wieder mit an Bord sein. Dann bin ich mit einem blauen Auge davongekommen."

„Es ist bitter, nicht helfen zu können. Man fühlt sich machtlos und ist darauf beschränkt, nur zuzusehen.“ (Soufian Benyamina)

Die schwerwiegende Verletzung zog sich Benyamina im Juli in einem Trainingszweikampf zu. Seitdem musste er die bisherigen Partien seiner Teamkollegen von der Tribüne aus verfolgen - eine Erfahrung, die er als zermürbend beschreibt: "Es ist bitter, nicht helfen zu können. Man fühlt sich machtlos und ist darauf beschränkt, nur zuzusehen." Dennoch bleibt der Stürmer kämpferisch: "Die nächsten Wochen geht es Richtung Comeback."

Ladehemmung in der Offensive

Dieses dürfte auch GFC-Trainer Markus Zschiesche herbeisehnen. In den bisherigen sechs Partien erzielten die Boddenstädter lediglich sieben Treffer - der viertschlechteste Wert der ganzen Liga. Zum Vergleich: Es sind die wenigsten Tore zum gleichen Zeitpunkt als in den drei Vorjahren. Dies liegt auch daran, da Benyamina als Zielspieler im Sturmzentrum der Greifswalder mit seiner Präsenz und Abschlussstärke fehlt.

So gewannen die Vorpommern lediglich am 2. Spieltag mit 3:0 gegen das noch punktlose Schlusslicht BSG Chemie Leipzig. Ebenso steht ein Remis gegen Hertha BSC II (1:1) zu Buche. Die restlichen vier Matches gegen den Chemnitzer FC (0:1), den FC Rot-Weiß Erfurt (2:3), den SV Babelsberg 03 (1:3) und den Halleschen FC (0:2) wurden jedoch allesamt verloren.

„Die Mannschaft hat bisher besser gespielt, als es die Tabelle aktuell aussagt.“ (Soufian Benyamina)

Seit dem Aufstieg des MV-Teams 2022 in die Regionalliga Nordost war Benyamina in allen drei Spielzeiten der treffsicherste Schütze des Klubs. In der Saison 2022/23 erzielte er elf Treffer. In den folgenden beiden Spielzeiten waren es 21 sowie 17. "Es passieren noch zu viele individuelle Fehler. Aber das Team hat großes Potenzial", erklärt der Greifswalder Stürmer, der noch einen gültigen Vertrag bis Saisonende hat. "Die Mannschaft hat bisher besser gespielt, als es die Tabelle aktuell aussagt. Spätestens, wenn ich wieder dabei bin, finden wir zu alter Stärke zurück."