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Gwinn: "So eine Truppe habe ich noch nie erlebt"

kicker

Die verletzte 26-Jährige sprach über …

… die Stimmung nach der Niederlage: Momentan überwiegen der Frust und die Trauer, weil der Traum so groß war, noch den letzten Schritt ins Finale zu gehen. Die Mannschaft hätte es mehr als verdient gehabt, bei dem, was sie geleistet hat. Es braucht nun Zeit, um abschalten und die Akkus aufladen zu können.

… die EM aus ihrer persönlichen Sicht: Die Wochen waren super intensiv. Was vor allem hängen bleibt, ist, dass wir eine unfassbare Einheit gebildet haben. Zu sehen, wie ein Team wachsen und vor allem über sich hinauswachsen kann, das macht mich schon sehr stolz. Momentan ist sehr viel Frust dabei, weil wir das Spiel nicht über die Zeit bringen und den Schritt ins Finale nicht gehen konnten. Ich bin aber sehr stolz auf die Mannschaft. Ich glaube, dass wir wieder etwas bewegen konnten.

… ihre eigene Gefühlslage: Mein persönlicher Schmerz ist enorm groß. Ich hatte mir sehr viel vorgenommen für das Turnier. Dass es im ersten Spiel schon vorbei ist für mich, tut unfassbar weh. Ich habe versucht, der Mannschaft trotzdem etwas zu geben, aber als Sportlerin möchte man natürlich immer mittendrin sein. Wir hatten ja viele schwierige Momente - Rote Karten und VAR-Entscheidungen gegen uns.

„Wir haben viel vor in den nächsten Jahren.“ ()

… die Perspektive der Nationalmannschaft: Es ist eine junge Mannschaft. Sie macht Lust auf die Zukunft. Dass noch nicht alles perfekt ineinandergreift, ist völlig normal. Das ist ein Prozess. Wir haben eine gute Basis für die nächsten Jahre. Gerade das Spiel gegen Frankreich war eindrucksvoll - aber auch das, was wir neben dem Platz erlebt haben. So eine Truppe habe ich noch nie erlebt. Die Energie ist herausragend. Wir haben ein super Turnier gespielt. Über die Grenzen zu gehen, ist das, was die Mannschaft auszeichnet. Wir haben viel vor in den nächsten Jahren.

… den Hype um die Nationalelf: Besonders schön war es, dass so viele deutsche Fans zu unseren Spielen gekommen sind. Wenn ich mir die Fanmärsche anschaue, weiß ich, dass das wirklich nicht selbstverständlich ist. Auch die Einschaltquoten im Fernsehen sind top. Das sind unfassbar schöne Dinge, die wir nicht als selbstverständlich ansehen. Und ich hoffe, dass wir etwas zurückgeben konnten mit unserem Fußball.

… ihre Situation nach der Verletzung: Ich konnte in der Reha schon relativ viel machen. Bei so einer Verletzung kann man schnell wieder anfangen, einige Dinge im Kraftraum zu machen. Da bin ich dran. Mal gucken, wie das Knie sich entwickelt. Und ich versuche, die EM zu verarbeiten, weil ich ja eine andere Rolle einnehmen musste als geplant.