Hannover 96 empfängt am Freitagabend (18:30 LIVE! bei kicker) den FC Schalke 04 zum Spitzenspiel der 2. Bundesliga. Während die Königsblauen nach dem 2:1-Auswärtssieg bei Arminia Bielefeld mit Rückenwind in die niedersächsische Landeshauptstadt reisen, ist die Situation bei Hannover nach dem 2:2 in Fürth etwas angespannter. Die Konstanz der ersten vier Spieltage ist dahin. Die 96er wollen zurück in die Erfolgsspur.
"Nicht mehr das Schalke wie zuvor"
Die Schalker haben naturgemäß etwas dagegen. Dass der FC Schalke ein ganz anderes Gesicht zeigt als noch in der vergangenen Saison, ist natürlich auch dem Hannover-Coach nicht entgangen. "Es ist nicht mehr das Schalke wie zuvor. Der neue Trainer hat der Mannschaft eine klare Handschrift gegeben", erklärte Christian Titz auf der Pressekonferenz vor dem Duell und meint damit insbesondere die physisch und defensiv starke Spielweise der Königsblauen. Eine Mannschaft, die dem Coach zufolge sowohl hohes als auch tiefes Verteidigen beherrsche.
"Sie sind sehr gut in die Saison gestartet, in einer Kompaktheit, in einer Art, wie sie den Fokus gegen den Ball haben und wie sie es auch im starken Umschaltspiel haben", lobte Titz den Tabellenzweiten, der insbesondere in den vergangenen Wochen konstant punktete. Ob das die Schalker sogar zum Favoriten macht, ließ der Ex-Magdeburg-Trainer offen. Der 54-Jährige möchte nur das Spiel als solches betrachten.
Selbstvertrauen in Hannover ungebremst
Leistungsschwankungen und Defensivprobleme in den letzten Spielen nach starkem Start in die Saison sind für Titz momentan kein Grund für Unruhe. Auch wenn Hannover zumindest aus tabellarischer Sicht die Herausforderer-Position zukommt. "Das ändert nichts an unserem Spiel. Wir entscheiden, was auf dem Platz passiert. Wir haben eine Idee, wie wir spielen wollen", machte Titz klar. Dabei habe sich der Trainer abgewöhnt, sich vom Tabellenbild leiten zu lassen.
Durchaus bemerkenswert nach den vergangenen Punktverlusten. Für Titz sei ein gewisses Auf und Ab in einer Saison "ein völlig normaler Verlauf". In den Spielen zuletzt streute gerade die Defensive der Niedersachsen immer wieder Fehler ein. Dazu kommt die mangelhafte Chancenverwertung, wie beispielsweise beim 2:2 in Dresden. Am Freitag kann der Tabellenfünfte es beim richtungsweisenden Duell besser machen.
Einsatz zweier Nationalspieler ungewiss
Ob Noel Aseko und Husseyn Chakroun dabei über 90 Minuten mithelfen können, ist zweifelhaft. Die beiden Leistungsträger kehrten erst am frühen Mittwochmorgen von ihren Länderspielreisen zurück und trainierten bislang nur regenerativ. Über Einsatzzeiten der beiden Nationalspieler möchte Tietz nach dem Abschlusstraining am Donnerstag entscheiden. Für Ime Okon, der noch im Aufbautraining ist, kommt das Spiel zu früh.