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Havelse: Ferchichis Vorhersage zum späten Ausgleich geht auf

kicker

Das 1:1 des TSV Havelse gegen den MSV Duisburg erinnerte stark an das Unentschieden gegen Rot-Weiss Essen (1:1). Wie auch am 2. Spieltag gerieten die Niedersachsen spät in Rückstand, ehe sie quasie mit dem Schlusspfiff noch ausgleichen konnten. Diesmal war es John Xaver Posselt, der dafür sorgte, dass sich die Vorhersage seines Trainers Samir Ferchichi bewahrheitete, aber der Reihe nach.

Posselt trifft spät ins Glück

Die erste Halbzeit ließ gegen dominant aufspielende Meidericher zunächst keinen Punktgewinn vermuten. Nach dem Seitenwechsel zeigten sich die Niedersachsen dann allerdings stark verbessert und verbuchten mehr Spielanteile und Chancen für sich. Nassim Boujellab, Florian Riedel und Marko Ilic schnupperten an der Führung, ehe der MSV jedoch am Ende der regulären Spielzeit in Führung ging.

„Du brauchst zehn Minuten und du wirst hier ein entscheidendes Tor machen“ (Samir Ferchichi zu John Xaver Posselt)

In den letzten Sekunden der Nachspielzeit gelang dann noch der späte Punktgewinn. Für Ferchichi nach Abpfiff am Mikrofon von MagentaSport eine Frage der "Mentalität", die bei seinem Team "über allem steht". Posselt verwertete eine lange Rieder-Flanke butterweich. "Ich glaube an John. Darum habe ich ihm auch gesagt, du brauchst zehn Minuten und du wirst hier ein entscheidendes Tor machen", sagte der Trainer. Auch wenn der Stürmer etwas mehr als zehn Minuten auf dem Platz stand - Ferchichis Vorhersage hatte sich bewahrheitet.

"Ich kann mich auf meine Mannschaft verlassen. Die Mannschaft kann sich maximal auf mich als Trainer verlassen und so kann man ein Spiel auch noch in der Nachspielzeit ziehen", analysierte der Coach und fügte stolz an: "Es ist egal, wann das Tor fällt. Wir haben so lange Zeit, bis der Schiedsrichter das Spiel abpfeift. Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass diese Mannschaft mit dieser Geilheit und mit dieser Gier immer wieder zurückkommt."

Komplett neue Verteidigung macht ihre Sache gut

Unterm Strich steht für Havelse ein "verdienter Punkt", der dafür sorgt, dass der Aufsteiger den letzten Tabellenplatz verlässt und die Serie von vier punktlosen Spielen beendet. Und das, obwohl mit Semi Belkahia, Marco Schleef und Emre Aytun eine komplett neue Defensivreihe auf dem Platz stand. "Wir haben heute Spieler auf diesen Positionen gehabt, die das so noch nie gespielt haben", betonte Ferchichi. Diszipliniert und im Verbund bereinigte die neu formierte Abwehr fast alle Gefahrensituationen gegen den Tabellenführer.

Nach dieser kräftezehrenden englischen Woche, die aus TSV-Sicht versöhnlich endet, steht am kommenden Samstag (14 Uhr, LIVE! bei kicker) das Duell im Ostseestadion bei Hansa Rostock auf dem Programm. Es bleibt abzuwarten, welchen Torschützen Ferchichi dann vorhersagt.