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Hertha fährt ohne Zeefuik nach Bochum

kicker

Er stand in dieser Woche bislang nicht auf dem Trainingsplatz - und eine schnelle Rückkehr wird es dem Vernehmen nach auch nicht geben: Hertha BSC muss die Aufgabe beim Zweitliga-Vorletzten VfL Bochum am Samstagabend ohne Deyovaisio Zeefuik bewältigen. Der Niederländer hatte sich vor elf Tagen im Heimspiel gegen Preußen Münster (2:1) in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit beim Versuch der Balleroberung am linken Sprunggelenk verletzt und war zur Pause in der Kabine geblieben.

Der Klub kommunizierte bislang weder etwas zur Art der Blessur noch zu einer möglichen Ausfalldauer. Nach kicker-Informationen ist auch die Syndesmose betroffen. Zeefuik, der sich zu Wochenbeginn einer MRT-Untersuchung unterzogen hatte, droht im schlimmsten Fall ein mehrwöchiger Ausfall.

Der bei Ajax Amsterdam ausgebildete Außenverteidiger, der 2020 vom FC Groningen nach Berlin gewechselt war und sich nach schwierigen ersten Jahren mit Verzögerung durchgesetzt hatte, gilt mittlerweile als einer der wichtigsten Spieler bei Hertha BSC - sowohl auf dem Platz als auch in der Kabine. Zeefuik, der seit dem Sommer neben Toni Leistner einer von zwei Vize-Kapitänen ist und mit Leistner und Kapitän Fabian Reese den Mannschaftsrat bildet, stand in dieser Saison bislang in allen acht Zweitliga-Partien in der Startelf und spielte mit Ausnahme des Münster-Spiels jeweils durch.

Karbownik oder Gechter: Auf wen setzt Leitl links?

Für die Partie beim Bundesliga-Absteiger Bochum bleiben Trainer Stefan Leitl - falls er nicht überraschend Youngster Yunus Ünal (17, drei Tore in fünf Regionalliga-Spielen in dieser Saison) aus dem Hut zaubert - zwei Möglichkeiten auf der linken Abwehrseite. Michal Karbownik wäre der logische Nachrücker für Zeefuik. Der Pole stand nach auskurierter Sprunggelenkverletzung vor der Länderspielpause bei den Spielen in Nürnberg (3:0) und gegen Münster bereits wieder im Kader, kam aber nicht zum Zug. Sein bislang einziger Zweitliga-Einsatz in dieser Saison datiert vom 1. Spieltag (1:2 auf Schalke).

Womöglich greift Leitl aber auch zu der Variante, die er nach Zeefuiks Ausscheiden im zweiten Durchgang gegen Münster praktizierte und die gut funktionierte: mit dem zuvor als Rechtsverteidiger aufgebotenen Linus Gechter links in der Viererkette und Julian Eitschberger rechts. Gechter, der wegen einer Überstreckung im Knie auf die U-21-EM-Qualifikationsspiele gegen Griechenland (2:3) und in Nordirland (2:1) verzichtet hatte, ist wieder fit. Und Eitschberger hinterließ zuletzt als Einwechselspieler einen mutigen und dynamischen Eindruck.