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"Hier macht es immer Spaß": Jeddeloh II baut Siegesserie in Oldenburg aus

kicker

42 Minuten dauerte es am Samstagabend, ehe einige Fans des VfB Oldenburg ihre Mannschaft zum ersten Mal in dieser Saison mit Pfiffen bedachten. Nach mehreren Pässen zwischen Torwart Jhonny Peitzmeier und Vjekoslav Taritas ließen Teile der Anhänger im Marschwegstadion ihrem Frust freien Lauf. Mit 2:0 führte zu diesem Zeitpunkt bereits der Außenseiter aus dem Ammerland, für den ausgerechnet die Ex-Oldenburger Max Wegner und Gazi Siala die ersten beiden Treffer erzielten.

"Wir gehen hier verdient als Derbysieger vom Platz", freute sich Siala, der von 2017 bis 2022 in Oldenburg gespielt hat, nach der Partie. "Wir haben gut verteidigt und nicht viel zugelassen", lobte Trainer Björn Lindemann seine Mannschaft. Für Lindemann war es mit dem SSV das dritte Auswärtsderby beim VfB - und zum dritten Mal saß er im Anschluss als Sieger auf der Pressekonferenz. "Ich spiele gerne hier, es macht immer Spaß. Vor allem, wenn du als Sieger vom Platz gehst."

„Bei so einer Kulisse brauchst du keine Extra-Motivation.“ (Dominique Ndure)

So sah es auch Dominique Ndure, der von 2018 bis 2020 und in der Saison 2022/23 das Trikot der Oldenburger getragen hat. "Es ist immer geil, hier zu spielen. Bei so einer Kulisse brauchst du keine Extra-Motivation", sagte 25-Jährige im Anschluss. Als rechter Flügelverteidiger gab er ein überzeugendes Pflichtspieldebüt für die Jeddeloher. Wie der kicker Mitte Juni berichtete, hatten die Oldenburger sich zuvor konkret mit einer Rückkehr von Ndure beschäftigt. "Es ist kein Geheimnis mehr, dass ich auch mit dem VfB in Kontakt stand", bestätigt dieser im Gespräch mit dem kicker. Letztlich fiel seine Wahl jedoch auf den SSV. Ndure: "Hier habe ich von Anfang an das Vertrauen der Verantwortlichen gespürt. Deswegen war es dann für mich eine Entscheidung, die ich mit dem Herzen getroffen habe."

Ghawilu soll die Mannschaft mitziehen

Mit seiner Erfahrung soll Ndure bei den Jeddelohern vorangehen. "Ich finde ihn extrem stark und bin sehr froh, dass er zu uns gekommen ist", sagt Siala, der mit Ndure bereits in Oldenburg und bei Teutonia Ottensen in einer Mannschaft gespielt hat. Mehr Verantwortung soll auch Kasra Ghawilu übernehmen, für den sich Lindemann als neuen Kapitän und somit als Nachfolger von Bastian Schaffer entschieden hat. "Kasra ist super angesehen in der Mannschaft und marschiert immer vorneweg im Training und im Spiel", begründet Lindemann seine Wahl. "Ich glaube, das pusht ihn nochmal auf dem Platz. Er kann die Jungs gut mitziehen."

Wenngleich der Derbysieg für die Jeddeloher den perfekten Start in die Saison darstellt, war Lindemann am Samstagabend darauf bedacht, "nicht überschwänglich" zu sein. Zumal er bei seiner Mannschaft noch einige Fitnessdefizite ausgemacht hat, an denen gearbeitet werden soll. Nach den drei Punkten in Oldenburg besitzt der SSV die Chance, in Anbetracht des als machbar erscheinenden Programms mit zwei Heimspielen gegen die Aufsteiger Altona 93 und FSV Schöningen sowie der Partie beim Hamburger SV II direkt nachzulegen, um sich schon einmal ein kleines Polster zur Abstiegsregion aufzubauen. Siala: "Wenn wir weiterhin solche Energieleistungen auf den Platz bringen, wird es schwer sein, uns zu schlagen."