Bereits am Samstag hatte Valentin Gendrey der TSG im Test gegen Elversberg (5:2) gefehlt, damals noch eher vorsichtshalber aufgrund von muskulären Problemen. Anfang der Woche stand der Franzose dann wie geplant wieder auf dem Trainingsplatz, allerdings nicht lange. Denn der Rechtsverteidiger knickte am Dienstagvormittag unglücklich um und konnte das rechte Sprunggelenk nicht mehr belasten. Genauere Untersuchungen haben mittlerweile diese bittere Diagnose erbracht: Gendrey hat sich einen Bruch des rechten Außenknöchels und einen Riss des Syndesmosebandes zugezogen. Damit fällt der 25-Jährige monatelang aus.
"Das ist natürlich absolut brutal für Valle. Nachdem er gerade erst seinen Schlüsselbeinbruch auskuriert hat, muss er nun den nächsten herben Rückschlag verkraften. Wir werden ihn auf jeden Fall auf seinem Weg zurück eng begleiten und ihm jegliche Unterstützung zukommen lassen, die er benötigt", erklärt Sportgeschäftsführer Andreas Schicker.
Finanzieller Spielraum dank Stach-Verkauf
Das bringt im Hinblick auf den Saisonstart in die Bredouille und in Zugzwang. Obwohl die TSG ihren Kader in rasanten Schritten umbaut, ergänzt und bereinigt, reißt Gendrey rechts hinten eine unangenehme Lücke. Denn mit dem zuletzt nach Nürnberg verliehenen Eigengewächs Tim Drexler und dem ebenfalls aus dem eigenen Stall und eher dem Kader der Drittligamannschaft zuzuordnenden Luka Djuric stehen zwei Kandidaten zur Verfügung, die sich auf Bundesliganiveau noch nicht nachhaltig beweisen konnten. Zwar hat man sporadisch auch schon Kevin Akpoguma oder Arthur Chaves rechts verteidigen sehen, beides wären dort allerdings Notlösungen und sind auch beide für den Innenblock vorgesehen.
Deshalb werden die Verantwortlichen wohl erneut aktiv werden, den Markt auch auf dieser Position sondieren und eine weitere Planstelle im Kader zusätzlich besetzen müssen. Immerhin hat die TSG dank der Einnahmen durch den Transfer von Anton Stach zu Leeds United (ca. 20 Mio. Euro) wieder etwas Spielraum.