Den Anfang machte Tim Sechelmann bei der 0:1-Niederlage Waldhof Mannheims am 2. Spieltag bei Hansa Rostock. In der 63. Minute sah der Innenverteidiger die Gelb-Rote Karte. Beim 0:3 gegen Energie Cottbus erwischte es dann Kapitän Lukas Klünter, ehe unter der Woche Sechelmann sich beim 0:1 gegen die Zweitvertretung des VfB Stuttgart seine zweite Ampelkarte abholte.
"Natürlich mache ich mir darüber Gedanken", berichtete SVW-Coach Luc Holtz auf der Pressekonferenz vor der Auswärtspartie am Samstag (14 Uhr, LIVE! bei kicker) in Aachen. Wäre es besser gewesen, die mit Gelb vorbelasteten Spieler vorzeitig auszuwechseln, um sie vor einer drohenden Hinausstellung zu schützen? "Es ist ein Problem, besonders bei den Verteidigern, aber die Lösung habe ich noch nicht gefunden", sagte Holtz.
"Da steht es zwischen uns Fifty-Fifty"
Die Gefahr eines Platzverweises wird also auch auf dem Tivoli fortbestehen, denn Holtz erwartet bei der Alemannia ein Kampfspiel. Dass auch die Gelb-Schwarzen bereits drei Hinausstellungen (zweimal Gelb-Rot, einmal Rot) aufzuweisen haben, nimmt Holtz mit Humor: "Da sind wir zwischen uns Fifty-Fifty", sagte er schmunzelnd: "Da muss ich mal mit dem Trainer (Aachen-Coach Benedetto Muzzicato; d. Red) reden, ob wir wechseln oder nicht."
Wegen der Sperre Sechelmanns ist Holtz in seiner Startelf auf jeden Fall zu einer Änderung gezwungen, zudem kündigte er zum Abschluss der englischen Woche weitere personelle Wechsel an. Die beiden zu-Null-Niederlagen vor eigenem Publikum haben den Druck in der Kurpfalz steigen lassen, in Aachen sollen drei Punkte auf der Habenseite verbucht werden: "Schon alleine, um keine Ergebniskrise zuzulassen", sagte der Luxemburger.