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Höjlunds schnelle Reaktion auf die Sesko-Gerüchte

kicker

Rasmus Höjlund reckte sofort seinen linken Arm in die Höhe, aber das reichte nicht: Er hatte zwar Amads Schuss noch womöglich entscheidend abgefälscht; als im Soldier Field jedoch schließlich der Torschütze durchgesagt wurde, fiel Höjlunds Name nicht. Und trotzdem durfte sich der Däne in der Nacht auf Donnerstag (MESZ) als der große Gewinner fühlen beim 4:1-Testspielsieg von Manchester United über den AFC Bournemouth.

Weil wenige Stunden zuvor via The Athletic durchgesickert war, dass die Red Devils ihr Bemühen um Benjamin Sesko intensivieren, hatte Höjlund besonders unter Beobachtung gestanden - und reagierte schnell: In der achten Minute erzielte er per Kopf das Führungstor, und auch danach war er bis zu seiner Auswechslung in der 70. Minute stets präsent, auch wenn ihm der Doppelpack verwehrt wurde.

2023 war Höjlund für rund 75 Millionen Euro von Atalanta Bergamo gekommen, entpuppte sich seitdem aber nur phasenweise als der erhoffte Torjäger. Nach 14 Toren in 62 Premier-League-Spielen häufen sich inzwischen die Wechselgerüchte - erst recht wegen Sesko. Angeblich hat ManUnited bereits informelle Gespräche mit RB Leipzig geführt und sein Interesse am Slowenen hinterlegt, der wie Höjlund 2003 geboren wurde. Laut BBC ist Sesko ManUniteds Wunschspieler. Bei RB, das bereits über 90 Millionen Euro in neue Spieler gesteckt hat, aber erst sechs Millionen Euro erlöste und deshalb noch auf Einnahmen angewiesen ist, gilt er als Verkaufskandidat.

Höjlund will um seinen Platz kämpfen - "egal was passiert"

ManUnited-Trainer Ruben Amorim will nach der miserablen Vorsaison mit nur 44 Toren und Platz 15 vor allem seine Offensive stärken. Für Bryan Mbeumo (25, Brentford) und Matheus Cunha (26, Wolverhampton) - die gegen Bournemouth jeweils fehlten - gab der Rekordmeister bereits rund 150 Millionen Euro aus, klassische Mittelstürmer sind aber beide nicht. Ein solcher soll noch kommen und würde Höjlund wohl eher verdrängen als herausfordern, auch wenn dieser der Daily Mail versicherte: "Mein Plan ist klar, nämlich zu bleiben und um meinen Platz zu kämpfen, egal was passiert."

Nach dem verregneten Test in Chicago lobte Amorim seinen Torschützen ausgiebig, nicht nur dessen Treffer, sondern auch, wie er Bälle festmachte, Verteidiger band und kombinierte. "Wir spielen besser, weil er besser spielt. Ich bin wirklich zufrieden mit Rasmus."

Eine Garantie, dass Höjlund auch in der neuen Saison für United spielt, konnte aber auch der Portugiese nicht abgeben. "Ich weiß nicht, was bis zum Ende des Transferfensters passiert. Das Wichtigste ist, dass die Stürmer, die da sind, gut arbeiten und sich verbessern. Und für Rasmus ist das Wichtigste, Tore zu schießen." Ein bis zwei hat er gegen Bournemouth schon mal vorgelegt.