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Ivanovic in den Top 5 der Benfica-Transfers - zur Freude des FC Augsburg

kicker

Nachdem im Sommer mit Andrea Belotti (Como), Zeki Amdouni (Burnley), Angel di Maria (Rosario), Joao Mario (Besiktas), Casper Tengstadt (Feyenoord) und Arthur Cabral (Botafogo) zahlreiche offensive Profis Benfica verlassen haben, gab es in Lissabon vorne großen Handlungsbedarf. Wunschspieler Joao Felix konnte nicht überzeugt werden, der hochtalentierte, aber selten so richtig überzeugende 25-jährige Portugiese wechselte zu Al-Nassr nach Saudi-Arabien.

Bei Benfica musste man sich rasch umorientieren und wurde in Belgien fündig: Mit Franjo Ivanovic verpflichteten die Portugiesen einen sehr talentierten und mit gerade einmal 21 Jahren noch sehr jungen und entsprechend entwicklungsfähigen Stürmer.

Der im österreichischen Schwaz geborene Ivanovic startete seine Fußballerlaufbahn in der Alpenrepublik bei der Sportvereinigung Mayrhofen, 2016 zog er aber im Alter von 12 Jahren weiter nach Augsburg, wo er bis 2023 blieb. Damals soll er auch Offerten von Bayern München, Red Bull Salzburg oder Ajax Amsterdam gehabt haben.

Steiler Aufstieg in Rijeka und Brüssel

In der Fuggerstadt machte er dann auch den nächsten Sprung, bewies sowohl in der U 17 als auch in der U 19 seine Knipser-Qualitäten. In der zweiten Mannschaft glänzte er mit 18 Toren in 42 Spielen, doch für die erste Mannschaft reichte es beim FCA dennoch nicht. Wie er im Nachhinein verriet, sei er enttäuscht darüber gewesen, dass er beim FCA gefühlt keine wirkliche Perspektive aufgezeigt bekommen habe. Und so folgte der Wechsel nach Kroatien zu HNK Rijeka, wo Ivanovic auf Anhieb einschlug (acht Tore, 34 Spiele) und nur ein Jahr später für vier Millionen Euro nach Belgien zu Union Saint-Gilloise weiterzog.

In Brüssel ging es weiter steil bergauf: Ivanovic machte 34 von 35 möglichen Ligaspielen, schoss dabei 16 Tore und trug damit maßgeblich zum Gewinn der Meisterschaft bei; der ersten für den Hauptstadtklub seit 90 Jahren. Wenig überraschend zog er die Blicke finanzstärkerer Klubs auf sich, neben Benfica sollen sich auch die Wolverhampton Wanderers um ihn intensiv bemüht haben. Der kroatische Nationalspieler (4 Länderspiele, 2 Tore), der für sein Arbeitsethos sowie unermüdliches Gegenpressing gelobt wird, gab den Portugiesen seine Zusage - und die lassen sich das etwas kosten.

Im Gegensatz zu vielen anderen Klubs veröffentlichte Benfica sämtliche Kennziffern: So überweisen die Lissaboner zunächst einmal 22,8 Millionen Euro nach Belgien, während die Summer durch Boni noch um fünf weitere Millionen anwachsen könnte. Wie Benfica auch mitteilte, wird eine Million von der Gesamtsumme für Berater aufgewendet. Nach Enzo Fernandes (44,2), Darwin (34), Orkun Kökcü (29,7) und Richard Rios (27) ist Ivanovic der fünftteuerste Einkauf in der Geschichte der Adlerträger - sehr zur Freude der Augsburger.

Unerwarteter Geldregen für Augsburg

Denn auch der FCA verdient als Ausbildungsverein ordentlich mit: Bei einem Transfer dieser Größenordnung dürfte sich die Entschädigungssumme, die dem ausbildenden Verein zugutekommt, auf etwas mehr als 600.000 Euro belaufen - ein stattliches Sümmchen, auf das sich die Fuggerstädter nun also freuen dürfen.

Ivanovic steigt zugleich zum teuersten kroatischen Stürmer der Geschichte auf. Bisheriger Rekordhalter war Nikola Kalinic, der 2018 für 22,5 Millionen Euro aus Florenz zur AC Mailand gewechselt war. Sein Vertrag in Lissabon ist bis 2030 datiert, darin enthalten eine festgeschriebene Ablöse von 100 Millionen Euro, die 2029/30 auf 60 Millionen fallen wird. Union Saint-Gilloise hat zudem eine Klausel, wonach den Belgiern 20 Prozent der Ablösesumme bei einem Wiederverkauf zustehen.

An einen Verkauf des Kroaten dürfte in Lissabon aktuell wohl aber niemand denken, vielmehr dürfte die Hoffnung überwiegen, dass dieser auch in Portugal regelmäßig seine Tore macht und dem Klub so zum Erfolg verhilft.