Der Auftakt des FC Bayern in die Klub-WM war kein Maßstab. Gegen die Amateur-Fußballer von Auckland City wirkte es nicht wie ein Pflichtspiel, sondern es hatte den Flair eines Sommerkicks. Dementsprechend maß Vincent Kompany dem 10:0 - höchster internationaler Pflichtspielsieg, zusammen mit einem 10:0 gegen Anorthosis Famagusta 1983 im UEFA-Cup - keine große Bedeutung bei: "Wir brauchen kein Lob, einfach Job erledigt, seriös gemacht", so der Trainer am DAZN-Mikrofon.
Allerdings betonte er auch, dass eine derartige Toranzahl "nicht selbstverständlich" sei. Viel mehr hätte sein Team heute nicht machen können.
Obwohl der FCB zweistellig gewann und fast über die komplette Spielzeit in Ballbesitz war, erfreute sich der Coach besonders einer defensiven Szene: In der 70. Minute sprintete Jamal Musiala in den eigenen Strafraum zurück und hinderte David Yoo an einem Abschluss. "Mein Highlight ist der Sprint von Jamal Musiala, der zurückkommt. Wenn du das in diesem Spiel machst, hast du eine gute Basis", erklärte Kompany.
„Die Art und Weise, wie wir gespielt haben, das wollen wir mitnehmen.“ (Thomas Müller)
Generell stand die Aktion sinnbildlich für die große Lust Musialas. Der 22-Jährige feierte nach mehr als zweimonatiger Verletzungspause aufgrund eines Muskelbündelrisses seine Rückkehr und erzielte in seiner rund halbstündigen Spielzeit einen Hattrick.
Die drei Treffer könnten aus der Sicht seines Trainers noch wertvoll werden. Denn die Tordifferenz sei nicht "unwichtig" - gerade im Hinblick auf die Qualität der Neuseeländer. Ein anderes Kaliber erwartet die Münchner am kommenden Samstag mit den Boca Juniors. Dort wollen sie an ihrer seriösen und intensiven Spielweise anknüpfen. "Es war ein sehr guter Auftakt. So wollen wir weitermachen. Die Art und Weise, wie wir gespielt haben, das wollen wir mitnehmen", erklärte Thomas Müller.