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"Karma hat zugeschlagen": Wollitz teilt nach Ost-Duell aus

kicker

Es war ein absurder Abend im Ost-Duell, besonders für diejenigen, die es mit dem FC Hansa halten: Eine schon aberwitzige Anzahl an 100-prozentigen Gelegenheiten ließ die Kogge liegen und scheiterte Mal um Mal nicht nur am herausragenden Marius Funk, sondern auch am eigenen Abschlussverhalten. So hieß es am Ende trotz 90-minütiger Hansa-Dominanz 3:1 für Cottbus - verkehrte Welt im Ostseestadion.

Wollitz erkennt "Karma"

Und Energie-Coach Claus Wollitz startete mit seinem ersten Satz nach Abpfiff am MagentaSport-Mikrofon gleich provokant: "Karma hat zugeschlagen!", so Wollitz, der auf Nachfrage aber nicht weiter ausführen wollte, wer sich denn etwas zu Schulden kommen lassen hatte. "Ich glaube an sowas und ich denke, dass es heute zugetroffen hat."

Man lehnt sich wohl nicht zu weit aus dem Fenster bei der Annahme, dass diese Stichelei in Richtung FCH-Angreifer Maximilian Krauß gerichtet war. Der hatte Energie im Sommer im Zerwürfnis mit Wollitz verlassen, der Cottbus-Coach hatte vor dem Duell angekündigt, dem Angreifer nicht die Hand zu geben.

„Die bessere Mannschaft hat nicht gewonnen.“ (Claus Wollitz)

Diese Erklärung liegt auch deshalb nahe, weil Wollitz für den FC Hansa ganz allgemein kein schlechtes Wort übrig hatte: "Die bessere Mannschaft hat nicht gewonnen", gab der Trainer zu. "Das gehört dazu. Am Ende der zweiten Halbzeit haben wir einen Torwart gehabt. Unterm Strich war es ein glücklicher Sieg."

Gegen Duisburg helfen Hansa nur Punkte

Das wusste auf der Gegenseite auch ein ernüchterter Daniel Brinkmann, der mit der Kogge die dritte Saisonniederlage einstecken musste - und die bisher bitterste: "Es war die ein oder andere gute Parade dabei. Wir hätten noch häufiger zum Abschluss kommen können", so der Hansa-Coach, der über seine Zukunft keine weiteren Worte verlieren wollte. "Am Ende helfen nur Punkte. Es ist schwer für mich jetzt direkt nach dem Spiel. Wir haben uns super viel vorgenommen und wenn wir nur ein Drittel der Chancen nutzen, gewinnen wir das Spiel klar. Es ist einfach sehr enttäuschend."

Bei aller Kritik an der Chancenverwertung: Spielerisch war es ein überzeugender Auftritt Rostocks, vor allem in Durchgang zwei kam der Tabellendritte aus Cottbus nicht aus der eigenen Hälfte - ein Auftritt, auf dem sich aufbauen lässt. Am Freitag ist man beim Spitzenreiter Duisburg zu Gast und - egal wie schön der Rostocker Fußball dort auch sein mag - auch Brinkmann weiß: Am Ende zählen nur Punkte. Nach neun Spielen haben die Rostocker lediglich deren zehn.