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Kein Weg wie jeder andere: Sobczyk im Osten gestählt und gereift

kicker

Geboren in Wien, groß geworden bei Rapid und dann über die Stationen St. Pölten, Wiener Neustadt und Floridsdorfer AC in der Slowakei gelandet: Wenn man mit Alex Sobczyk über seine Zeit beim Traditionsklub Spartak Trnava in der ersten slowakischen Liga redet, schwingen schöne Erinnerungen, Stolz und Dankbarkeit in seinen Worten mit. "Das war eine prägende, lehrreiche und erfolgreiche Saison für mich", erinnert sich der 28-jährige Mittelstürmer an die Spielzeit 2019/2020, in der er mit beachtlichen neun Toren und drei Assists mitverantwortlich für das Erreichen des Conference-League-Play-offs war.

"Es war meine erste Auslandsstation und als 22-jähriger Spieler muss man da schon schnell lernen, sich zu behaupten", erzählt Sobczyk im Gespräch mit dem kicker, nachdem Italien und Rumänien am Vorabend die U-21-EM in seiner sentimentalen zweiten Heimat als eine von acht Host Citys eröffnet hatten. "Spartak Trnava hat super Fans, eine große Tradition und ist als Klub insgesamt sehr gut und seriös aufgestellt. Das Stadion ist neu und modern. Die Stadt ist schön, ich hatte ein gutes Leben hier. Es hat eigentlich alles zusammengepasst."

Der Lohn für Sobczyk und den Klub war sein Transfer für rund 100.000 Euro Ablöse von Spartak zu Górnik Zabrze in die polnische Ekstraklasa. Von 2020 bis 2022 blieb der 1,87 Meter große Angreifer beim polnischen Spitzenklub, ehe er nach kurzen Engagements in Zypern und wieder Polen (Gliwice) erneut in der Slowakei anheuerte. Bei Skalica stürmte Sobczyk in den vergangenen zwei Saisonen wieder in Österreichs benachbartem Oberhaus - und nun schließt sich der Kreis, denn rechtzeitig zum Beginn der Nachwuchs-EM in der Slowakei stehen die Zeichen beim Rechtsfuß eher auf Veränderung oder sogar Heimkehr.

"Es gibt mehrere Möglichkeiten und Optionen, aber noch ist nichts unterschrieben oder fix", berichtet Sobczyk. Erfahrungen gesammelt hat er reichlich, weit mehr als viele andere Profis in seinem Alter. Den Weg, den er in der Slowakei, in Polen und auf Zypern ging, kann man getrost als nicht gewöhnlich bezeichnen. "Es hat sich auch einiges zufällig ergeben, wie es im Fußball halt so ist. Aber ich kann zufrieden sein, wie es bisher für mich gelaufen ist. Ich bin glücklich und achte auch sehr darauf, dass ich weiterhin topfit bin, und jetzt wird man sehen, wohin die Reise geht", so der mehrfache Nachwuchs-Nationalspieler Österreichs in den ÖFB-Auswahlen U 17, U 18 und U 19.

Eine Teilnahme bei einer Endrunde war ihm nicht vergönnt - wie auch der aktuellen U-21-Truppe, die dem EM-Turnier nur in der Zuschauerrolle folgen darf. Seit der letzten Teilnahme im Jahr 2019 sind die Österreicher schon zum dritten Mal in Serie nicht dabei. "Schade", findet auch der schon als Routinier zählende Sobczyk - auch weil er gerade die Slowakei als ideales Sprungbrett zu traditionsreichen Klubs in Osteuropa erlebt hat.

"Der slowakische Fußball hat schon Qualität, sowohl in der Liga als auch in den Nationalteams. Das Interesse der Leute an Fußball ist sehr groß und einige Vereine haben eine lange Tradition und große Erfolge aufzuweisen." Seine EM-Favoriten sind wenig überraschend Spanien, Frankreich, Deutschland und England. Aber auch den jungen Slowaken traut Sobczyk einiges zu - allein schon wegen der engen persönlichen Verbundenheit.