Stück für Stück erhöht die Initiative "Aufstiegsreform 2025" seit vielen Wochen den Druck, die Regionalliga zu reformieren. Bis Anfang der Woche schlossen sich 40 Vereine aus beinahe allen Teilen Deutschlands der im Nordosten gegründeten Reform-Initiative an, darunter auch Schwergewichte wie Union Berlin, Hertha BSC oder der FC Schalke 04.
Nur im Südwesten herrschte lange Zeit ein Gefühl zwischen Zurückhaltung und klarer Ablehnung. Am Donnerstag brach diese Ablehnungs-Front auf. Nach Angaben von "Aufstiegsreform 2025" ist Hessen Kassel ab sofort das 41. Mitglied der Initiative. KSV-Geschäftsführer Sören Gonther lässt sich folgendermaßen zitieren: "Vereine, Fans und Sponsoren brauchen verlässliche Perspektiven - sportlicher Erfolg muss fair belohnt werden." Was Gonther damit meint, dürfte klar sein: Meister müssen aufsteigen. Und zwar alle, und nicht nur die aus West und Südwest sowie einer aus Bayern, Nord und Nordost. Bei diesen drei Staffeln wechselt alljährlich, wer direkt in die 3. Liga darf und welche zwei anderen Meister einen weiteren Drittliga-Teilnehmer in zwei Aufstiegsspielen bestimmen müssen.
Der Beitritt Kassels ist dahingehend besonders interessant, da für Mittwochabend ein Treffen aller Südwest-Klubs in Karlsruhe anberaumt war. Vereine und die zuständige Liga-GmbH wollten im Vorfeld nicht allzu große Hoffnungen schüren, dass danach bahnbrechende Neuigkeiten und Erkenntnisse an die Öffentlichkeit gelangen. Kassel hat nun aber ein klares, eigenes Statement gesetzt. Ob weitere Südwest-Klubs dem Beispiel folgen, ist zur Stunde noch schwer zu prognostizieren.