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Konstantin Schopp auf den Spuren von Papa Markus

kicker

Aus dem Mainzer Trainingslager in Hopfgarten im Brixental berichtet Michael Ebert

Eigentlich hätte sich Konstantin Schopp das Hin- und Herfliegen fast sparen können. Als er nach dem freien Wochenende am Montag von Graz nach Deutschland zurückkehren wollte, wurde der Flug wegen eines Unwetters auf Dienstag verschoben. Dadurch kam er zu spät in Mainz an. Am Mittwoch ging es dann mit den 05ern ins Trainingslager nach Tirol - per Flieger nach München und danach weiter mit dem Bus nach Österreich.

In den nächsten Tagen will dort sein Vater Markus Schopp vorbeischauen, der von Juli 1996 an für 18 Monate beim HSV spielte. Das Testspiel gegen Crystal Palace will er sich auf jeden Fall vor Ort anschauen, vielleicht auch die ein oder andere Trainingseinheit. Konstantin ist dabei, in die Fußstapfen seines Vaters, der zwischen 1995 und 2005 56 Länderspiele für Österreich bestritt, zu treten.

Nach den Spielen telefonieren beide "und wir besprechen, was ich besser machen könnte und was ich gut gemacht habe", erzählt Konstantin Schopp. Der 19-jährige Österreicher hat seinen ersten Profivertrag unterschrieben und läuft künftig für Mainz 05 auf. Sein Vater Markus Schopp war bis April dieses Jahres Trainer des Linzer ASK. Bis Ende Dezember 1997 hatte er 18 Monate lang für den Hamburger SV gespielt. Den Sprung in die deutsche Bundesliga hatte er erst mit 22 Jahren gewagt.

"Ich habe mich von klein auf für Fußball interessiert, aber man hat mich nie dazu gedrängt, Fußball zu spielen", erzählt der Jungprofi. Nach knapp 14 Jahren bei Sturm Graz war für Konstantin Schopp in diesem Sommer dort Schluss. Nach Vertragsende wechselte der österreichische U-21-Nationalspieler ablösefrei nach Mainz, wo er einen Vierjahresvertrag erhielt.

Umstellung "braucht definitiv Zeit"

Der 1,95 Meter große Innenverteidiger gehörte in Graz zum Stamm der zweiten Mannschaft, die in der 2. Liga spielte. Gleichzeitig debütierte er in der Saison 2024/25 in der österreichischen Bundesliga und sogar in der Champions League. Beim 0:2 im Heimspiel gegen Sporting Lissabon wurde er in der Schlussphase eingewechselt. Beim 0:1 von Graz in Dortmund am darauffolgenden Spieltag in der Gruppenphase saß der junge Innenverteidiger 90 Minuten auf der Bank. Er bekam jedoch einen Vorgeschmack darauf, was ihn atmosphärisch in der deutschen Bundesliga erwartet.

Was das Tempo und die Intensität auf dem Platz angeht, wird es ebenfalls eine Umstellung. "In Graz war es schon ziemlich intensiv, aber hier ist es nochmal ein anderes Level. Es braucht definitiv auch Zeit, um sich daran zu gewöhnen", betont Schopp anhand der Trainingseindrücke.

In den Übungseinheiten und in den Testspielen orientiert er sich gerne am 14 Jahre älteren Routinier Stefan Bell, der ebenfalls als zentraler Innenverteidiger fungiert. "Von seinem Führungsspiel kann ich mir sehr viel abschauen", sagt Schopp, "auch wie er früh die Situationen erkennt und Laufduellen vermeidet."