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"Kopflos und mutlos": Möhrles harte Analyse nach der Lohner Auftaktpleite

kicker

Viele Fehlpässe, schlechtes Abwehrverhalten, zu wenig Offensivgeist - das waren die Fakten, die Uwe Möhrle in seiner Analyse zu ernsten Worten zwangen. Der "kopflose und mutlose Auftritt" störte den BWL-Trainer.

Der schwache Saisonstart dürfte für den einen oder anderen auch deshalb eine negative Überraschung gewesen sein, weil hinter BWL ein guter Transfersommer liegt. Die acht Neuzugänge haben allesamt schon ihre Qualität auf einem hohen Niveau unter Beweis gestellt - und insbesondere die Verpflichtungen von Martin Kobylanski (Waldhof Mannheim) und Luca Zander (SV Sandhausen) wurden als Coups wahrgenommen.

Möhrle schickte am Wochenende auch gleich sechs Neulinge von Beginn an ins Rennen. Es passte allerdings noch nicht so richtig zusammen. Mal stimmte das Stellungsspiel nicht, mal fehlte die Abstimmung. Und so wurden eher die Risiken der Eins-gegen-eins-Taktik ersichtlich, mit der der NFV-Pokalsieger in der Vergangenheit bei besserer Umsetzung auch schon den einen oder anderen Gegner zur Verzweiflung getrieben hat.

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"Wenn du dich so aus einer Vorbereitung ins erste Punktspiel begibst und viele Dinge vermissen lässt, die uns als Mannschaft und als Verein eigentlich auszeichnen, dann tut das auch ein bisschen weh. Weil ich meine Jungs eigentlich gar nicht so kenne und sie sich im Training auch nicht so präsentieren", sagte Möhrle noch über den Auftritt seiner Mannschaft, die zuvor in der Generalprobe gegen die Sportfreunde Lotte zu einem 1:1 gekommen war.

Bei BWL ist nun aber auch keiner gewillt, alles über den Haufen zu werfen. Möhrle hatte im Laufe der Vorbereitung auch schon betont, dass er sehr zufrieden mit dem Kader ist - und es noch ein bisschen Zeit benötige, bis alles aufeinander abgestimmt sei. Grundsätzlich sind alle zuversichtlich, dass das Saisonziel erreicht werden kann. Im vierten Regionalliga-Jahr hat sich BW Lohne erstmals mehr auf die Fahne geschrieben als den Klassenerhalt. Der Klub strebt die beste Platzierung der kurzen Historie an - also mindestens Rang 8.

Phönix Lübeck vor der Brust

Der Sportliche Leiter Luca Scheibel und Co. verfolgen die Maßgabe, als semiprofessioneller Klub die Lücke zu den Vereinen mit Profistrukturen möglichst klein zu halten. Dabei sollen neben den infrastrukturellen Projekten auch neue Spieler helfen.

Da kam den Lohnern der Einzug in die erste DFB-Pokalrunde ganz gelegen. Am 17. August (Sonntag, 15.30 Uhr) wird der Zweitligist SpVgg Greuther Fürth im Heinz-Dettmer-Stadion zu Gast sein. BWL hofft auf über 4.000 Zuschauer, dafür werden extra zwei mobile Zusatztribünen aufgebaut.

Zunächst steht aber der Regionalliga-Alltag im Vordergrund. Und hier steht für das Möhrle-Team eine schwere Reise an. Bereits am Freitag bricht die Reisegruppe in Richtung Lübeck auf, wo am Samstag um 14.00 Uhr das Gastspiel beim 1. FC Phönix ansteht. Die Lübecker setzten zum Auftakt mit dem 5:2 bei Weiche Flensburg gleich mal ein fettes Ausrufezeichen. Das lässt den Schluss zu, dass BW Lohne seine defensive Anfälligkeit möglichst kurzfristig beseitigen sollte.