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Unmut schon vor der Arbeitsaufnahme: Initiative bemängelt AG-Zusammensetzung des DFB

kicker

Zu Beginn der laufenden Woche hatte der Deutschen Fußball-Bund (DFB) im Rahmen der Konferenz der Regional- und Landesverbandspräsidenten über die Zusammensetzung der AG informiert. Demnach sollen der Arbeitsgruppe laut dem DFB jeweils ein Vereins- und Verbandsvertreter aus jeder Staffel angehören. Des Weiteren werden DFB und DFL jeweils einen Beauftragten stellen. Den Vorsitz der AG soll eine neutrale Person erhalten. In Summe besteht die Projektgruppe also aus insgesamt 13 Personen. Eine ideale Größe, "um das Gremium möglichst arbeitsfähig und effizient zu gestalten", so der Verband in seiner Meldung.

Das sehen die Vereine der Initiative "Aufstiegsreform 2025" offenbar anders, die drei Vereinsvertreter pro Staffel präferierten. Kritik gab es nun vom Sprecher der Initiative, Tommy Haeder (Chemnitzer FC). "Wir mussten leider feststellen, dass unsere Vorschläge für den Aufbau der Arbeitsgruppe nicht ausreichend berücksichtigt wurden", äußerte sich Haeder stellvertretend für die beteiligten Klubs. Weiter seien wichtige Fragen immer noch ungeklärt. Haeder nennt mehrere Beispiele: "Wer übernimmt den neutralen Vorsitz? Wann soll ein Ergebnis vorliegen? Und was ist der klare Zielrahmen ist?"

Verbände könnten Lösung blockieren

Und dennoch planen die Initiatoren nicht, gegen die Einteilung des DFB vorzugehen. Nolens volens, um den angestoßenen Prozess nicht noch weiter zu verlangsamen oder gar aufs Spiel zu setzen. "Wir haben uns dazu intensiv ausgetauscht und sind uns bei zahlreichen Rückmeldungen von Vereinsverantwortlichen unseres Zusammenschlusses schnell über diese Position einig geworden."

Das Hauptproblem in dieser Konstellation seien die Machtverhältnisse: "Die Verbände können uns Vereine damit jederzeit überstimmen, haben eine Mehrheit von 7:5 in der Arbeitsgruppe." Somit könne jede von den Klubs bevorzugte Lösung blockiert werden, macht Haeder beim MDR seinem Unmut weiter Luft.

Schon jetzt warnt die Initiative auf ihren Plattformen vor einer weiteren Verschleppung, will unbedingt verhindern, dass die Arbeitsgruppe "zu einem Papiertiger" wird. Um dem entgegenzuwirken, würde es fünf konkrete Schritte benötigen - bis 15. Oktober und verbindlich:

Demnach sollen Vereinsvertreter benannt und eine Stellvertreter-Regelung festgelegt werden, um jederzeit arbeitsfähig zu bleiben. Des Weiteren müsse ein Arbeitsbeginn und Rhythmus definiert werden, damit die inhaltliche Arbeit noch 2025 beginnen könne. Außerdem müsse ein neutraler Vorsitz als Moderator, der von allen akzeptiert wird, eingesetzt und eine Zeitschiene mit klaren Zwischenzielen und Ergebnissen festgelegt werden.

Beim MDR untermauert Haeder die Forderungen: "Das hätte alles etwas zügiger und unbürokratischer ablaufen können, der Vorsitz schon geklärt sein können. Wir wollen zeitnah und praktisch loslegen und noch dieses Jahr erste Zwischenergebnisse haben." Denn laut Zusammenschluss soll die Reform 2027/28 umgesetzt werden. Viel Zeit bleibt der Arbeitsgruppe dafür nicht. Denn ein ausgearbeiteter Vorschlag müsste noch vor der kommenden Spielzeit von einem außerordentlichen DFB-Bundestag beschlossen werden, um den Auf- und Abstieg sowohl in als auch aus der Regionalliga transparent regeln zu können.