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Källmans Riecher und Ghitas Premiere: Hannovers Nationalspieler sammeln Selbstvertrauen

kicker

Die wichtigste Eigenschaft eines Stürmers ist manchmal nur: genau richtig stehen. Das tat Benjamin Källman am vergangenen Donnerstag im Olympiastadion von Helsinki, wo die finnische Nationalmannschaft ihre Länderspiele austrägt. Die Gastgeber lagen in der WM-Quali gegen Litauen mit 0:1 zurück, als dem 96-Profi am Fünfmeterraum ein zweimal abgefälschter Ball vor die Füße fiel. Källman schob eiskalt rechts unten zum Ausgleich ein. Finnland gewann am Ende mit 2:1.

Bereits zum zehnten Mal traf der 27-Jährige damit im Nationaldress Finnlands (35 Spiele), auch im September und im Juni hatte er für sein Land in der WM-Quali genetzt, jeweils gegen Polen. Drei Treffer in der WM-Quali - das reicht immerhin für den geteilten 16. Platz unter den besten Torschützen. Im teaminternen Ranking belegt Källman Platz 1.

Übrigens auch bei Hannover. Källman hat sich seit seinem Sommerwechsel aus der polnischen Ekstraklasa in die 2. Liga sehr gut in der niedersächsischen Landeshauptstadt eingefunden, steht bereits bei vier Treffern in acht Liga-Spielen. Für Virgil Ghita ist das Toreschießen an sich dagegen eher eine Seltenheit - logischerweise auch durch seine eigentlichen Aufgaben in der Abwehr begründet.

Für die 96er traf der Rumäne - übrigens genau wie Källman erst im Sommer von KS Cracovia nach Hannover gewechselt - aber auch schon einmal (am 4. Spieltag in Kiel). In Polen erzielte er immerhin zehn Tore in 103 Liga-Spielen. Und nun war Ghita im sechsten A-Länderspiel auch erstmals für sein Nationalteam erfolgreich: Am Sonntag brachte er Ralf Rangnick zum Verzweifeln, indem er Rumänien in der fünften Minute der Nachspielzeit nach einer Halbfeldflanke zum Sieg gegen Österreich (1:0) köpfte.

Titz hofft auf zusätzlichen "Auftrieb"

Rangnick fand es aus österreichischer Sicht "sehr deppert", 96-Cheftrainer Christian Titz sah das naturgemäß etwas anders. "Das tut ihm gut und gibt ihm sicherlich nochmal Auftrieb", wird Titz auf der Website der Hannoveraner zitiert. Der 54-Jährige musste durch die Länderspielreisen seiner Profis zu Wochenbeginn allerdings mit einem ausgedünnten Kader zurechtkommen, bevor am Freitagabend das Topspiel gegen den Tabellenzweiten Schalke (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker) ansteht.

Neben Ghita und Källman, der im zweiten WM-Quali-Spiel der Finnen in Amsterdam (0:4 gegen die Niederlande) in der 70. Minute eingewechselt wurde, waren am Wochenende beziehungsweise noch am Dienstagabend auch Hendry Blank (einmal Startelf, einmal eingewechselt) und Noel Aseko Nkili (zweimal Startelf) in der deutschen U 21 gefordert. Husseyn Chakroun stand zweimal über 90 Minuten für den Libanon in der Qualifikation zum Asien-Cup gegen Bhutan auf dem Rasen (2:0 und 4:0).