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Lange Gesichter beim WAC

kicker

Just Altach hat gleich zu Beginn der neuen Saison in der Bundesliga Fast-Doublesieger WAC einen herben Dämpfer verpasst. Die Vorarlberger, die erst in der letzten Runde der alten Saison den Klassenerhalt gesichert hatten, feierten im Lavanttal ein verdientes 2:0 und sorgten bei den Wölfen nicht zuletzt im Hinblick auf die anstehende Europa-League-Qualifikation für Nachdenklichkeit. "Wenn wir da so performen, kann es bitter werden", sagte Verteidiger Nicolas Wimmer.

Das 3:1 bei Regionalligist Wallern im Cup war schon mühsam, beim Ligaauftakt schlossen die Kärntner daran an. "Es war absolut keine gute Leistung. Wir haben wenig Durchschlagskraft gehabt und viele Chancen in der ersten Hälfte zugelassen", erklärte Wimmer auf Sky. Auch Coach Dietmar Kühbauer wirkte angeschlagen. "Eine sehr ernüchternde Leistung. Es war von der ersten bis zur letzten Minute ein Spiel, das kein Trainer sehen will. Alle Basics haben gefehlt", meinte der Burgenländer.

Altach war schon in der ersten Hälfte gefährlicher, stützte sich nach dem Seitenwechsel auf eine solide Defensive sowie die Ideenlosigkeit und Ungenauigkeit der WAC-Offensive und schlug schließlich durch Ousmane Diawara (71.) und Alexander Gorgon (84.) eiskalt zu. "Wir sind schon in der ersten Hälfte sehr mutig gewesen und haben die Umschaltsituationen in der zweiten Hälfte gut ausgenützt", freute sich Trainer Fabio Ingolitsch, dessen Team am kommenden Samstag Aufsteiger SV Ried empfängt. Die Rieder zeigten bei ihrem Bundesliga-Comeback mit einem 2:2 gegen Salzburg auf.

Altach "zusammengeschweißt"

Ingolitsch sah sich nach den Qualen der Vorsaison bestätigt. "Das hat uns sehr zusammengeschweißt, das hilft uns jetzt", betonte der mit 33 Jahren jüngste Coach der Liga. "Wir haben schon in Teilbereichen in der vergangenen Saison gute Leistungen gezeigt, haben uns aber nicht dafür belohnen können." Der Salzburger gelobte freilich, am Boden zu bleiben. "Natürlich sind wir jetzt mental etwas freier, aber wir müssen trotzdem kleine Brötchen backen."

Ob auch dem WAC ein ähnliches Schicksal droht, werden die nächsten Wochen zeigen. Am Donnerstag (19.30 Uhr LIVE bei kicker) wartet das Auswärtshinspiel der 3. Runde der EL-Qualifikation bei PAOK. "Mit so einer Leistung wird es am Donnerstag sehr schwer, aber auch in der restlichen Saison", orakelte Kapitän Dominik Baumgartner.

Dass es sich für den Cupsieger und Meisterschaftsvierten 2024/25 um eine Ausnahmesaison gehandelt haben könnte, scheint derzeit evident zu sein. "Es war uns allen klar, bis jetzt haben uns nur die Medien stark reden wollen. Wir wissen, wo wir herkommen", betonte Baumgartner. "Wir dürfen nicht glauben, dass das ein Selbstläufer wird", warnte auch Kühbauer einmal mehr.

Auch WSG wusste zu gefallen

Für eine Überraschung sorgte auch die WSG Tirol mit einem 4:2-Sieg samt spielerisch überzeugender Vorstellung gegen den TSV Hartberg. "In die gefährlichen Zonen zu kommen ist der Schlüssel. Letztes Jahr haben wir zu wenige Pässe dorthin bekommen", erklärte Trainer Philipp Semlic einen seiner Trainingsschwerpunkte. Mit den Neuzugängen Moritz Wels und Thomas Sabitzer sowie der Athletik von Tobias Anselm habe man in der Offensive "schon eine Qualität".

Austria-Wien-Leihgabe Wels zeigte sich bereits sehr gut in sein neues Team integriert. Anselm, einer der Gewinner der Vorbereitung, schrieb ebenfalls an. "Für alle Beteiligten war es ein Auftakt nach Maß", meinte der Mittelstürmer nach seinem ersten Ligatreffer seit Dezember. "Mir tut das Tor sehr gut, den Schwung kann ich mitnehmen in die nächsten Partien."

Die Tiroler empfangen am Sonntag den LASK, Hartberg dagegen muss wegen des Umbaus des eigenen Stadions am Samstag bei Blau-Weiß Linz erneut auswärts antreten. "Der Kader ist noch nicht so lange zusammen in der Formation", sagte TSV-Trainer Manfred Schmid über den Umbruch beim Cupfinalisten der vergangenen Saison. Sein junges Team müsse sich erst finden. "Oft hat die Abstimmung nicht gepasst. Du darfst aber einfach nicht vier Tore bekommen, egal wie eingespielt du bist."

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