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Letsch: "Dann brennt es jedes Mal lichterloh"

kicker

"Wenn ich das wüsste, würde ich nicht hier mit Ihnen stehen." Auf die Frage, woran es momentan beim Salzburger Gesamtpaket hapert, fand Bullen-Linksverteidiger Frans Krätzig im Sky-Interview nicht wirklich eine Antwort.Die empfindliche 1:3-Niederlage in der Lavanttal-Arena offenbarte nicht zum ersten Mal in dieser Saison eklatante Schwächen in der Mozartstädter Hintermannschaft. "Defensiv haben sie uns in vielen Phasen weh getan, man darf hier auf keinen Fall drei Tore bekommen."

Der WAC fand immer wieder große Räume vor, auch in Überzahl im eigenen Strafraum vermochte es Salzburg nicht, die Lücken zu schließen - meist kam man einen bis drei Schritte zu spät. Krätzig übte sich nach dem Schlusspfiff in Selbstkritik: "Da bin ich auch gefragt. Wir ziehen aber über keinen her, klären und analysieren das intern."

Etwas deutlicher nach außen trug Chefcoach Thomas Letsch seine Analyse: "Ich bin überhaupt nicht ratlos und habe eine klare Erklärung für die Niederlage", so der Deutsche vor dem Sky-Mikrofon. "Wenn wir so verteidigen, können wir in Wolfsberg nichts holen. Wir haben vor dem Spiel gesagt, dass alle mit nach hinten arbeiten müssen. Aber wir waren nicht kompakt, haben die Bälle nicht sauber geklärt - und dann hat es gescheppert."

Letsch fordert Bereitschaft und Demut

Den 57-Jährigen ärgerte, wie einfach die Wölfe zubeißen konnten: "Sie kommen hinter die Kette und dann brennt es jedes Mal lichterloh. Wir verteidigen katastrophal, als Mannschaft schlecht." Drei Siege aus sechs Bundesliga-Partien werden den Ansprüchen der Bullen nicht gerecht. Wie der Turnaround gelingen soll? "Indem man über Basics und Bereitschaft spricht. Indem man Tacheles redet - und indem man es trainiert. Vielleicht müssen wir auch wieder ein Stück weit demütiger werden."

Der einstige Ligakrösus kommt also weiter nicht wirklich in Tritt. "So, wie wir heute gespielt haben, können wir in Zukunft nicht mehr spielen," sagte Letsch zum Abschluss. Sein Schützling Krätzig ist von der baldigen Wende überzeugt: "Nächste Woche zeigen wir ein neues Gesicht." Am Samstag (17 Uhr, LIVE! bei kicker) soll Meister Sturm Graz die angekündigte Reaktion zu spüren bekommen.