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Lotte-Coach Lübbers: "Waren nicht so dominant, wie wir uns das vorstellen"

kicker

Das zwischenzeitliche Tief mit zwei Punktspielniederlagen in Folge (3:5 gegen die U 23 von Borussia Dortmund und 0:3 bei der U 23 des FC Schalke 04) und dem (erwarteten) Aus im DFB-Pokal (0:2 gegen den Bundesligisten SC Freiburg) ist bei den Sportfreunden Lotte endgültig abgehakt. Zwei knappe 2:1-Erfolge gegen die zweite Mannschaft des 1. FC Köln und zuletzt beim SC Wiedenbrück haben den Tabellendritten der Vorsaison wieder in die Spur gebracht.

"Die beiden Siege tun uns extrem gut", sagt denn auch Trainer Fabian Lübbers (33) im Gespräch. "Wir waren noch nicht so dominant, wie wir uns das vorstellen. Mit der Gesamtausbeute von zehn Punkten aus sechs Partien können wir aber gut leben." Schließlich wurde damit der Anschluss an das obere Tabellendrittel wieder hergestellt, selbst die beiden Spitzenteams Sportfreunde Siegen und Borussia Mönchengladbach U 23 sind lediglich vier Zähler entfernt.

Umbruch bewältigt

Klar ist: Der erhebliche Umbruch im Kader mit inzwischen insgesamt 18 Zu- und 17 Abgängen wurde bislang gut bewältigt. Trotz des Verlustes von Leistungsträgern wie etwa Kapitän Fatlum Elezi (26/zum Halleschen FC), den Innenverteidigern Thomas Kok (27/De Graafschap) und Jeff Mensah (23/1. FC Bocholt), oder den Offensivspielern Nico Thier (26/Fortuna Köln) und Burinyuy Nyuydine (24/Rot-Weiß Oberhausen) ist es Lübbers erneut schnell gelungen, ein stabiles Gerüst zu formen.

Mit Fabian Rüth (24/zuvor BSG Chemie Leipzig), Routinier Franko Uzelac (30/MSV Duisburg) und Jonathan Riemer (24/SV Rödinghausen) in der Abwehr, Ben Klefisch (22/KFC Uerdingen 05) und Luca Horn (26/SV Rödinghausen) im Mittelfeld sowie Nazzareno Ciccarelli (28/KFC Uerdingen 05) gehörten sechs Neuzugänge in Wiedenbrück zur Startformation. Dazu kamen mit Rechtsverteidiger Jonas Kehl (24/SpVgg Bayreuth), Linksverteidiger Luca Kerkemeyer (23/SC Wiedenbrück) und Außenstürmer Shkrep Stublla (20/BSV Schwarz-Weiß Rehden) drei weitere Neue in allen sechs Ligaspielen zumindest zum Einsatz.

Doumbouya und Berisha wieder dabei

Schon bald hat der Sportfreunde-Trainer noch weitere Alternativen. Schließlich sind die Angreifer Moussa Doumbouya (27/zuvor Rot-Weiss Essen), der verletzungsbedingt noch gar kein Spiel bestreiten konnte, und Diamant Berisha (25/Rot-Weiß Oberhausen), der nach einem sehr guten Saisonstart ebenfalls pausieren musste, inzwischen wieder in das Training eingestiegen. Gleiches gilt auch für den in dieser Saison noch nicht berücksichtigten Mittelfeldspieler Jan Wellers (25).

Alle drei könnten entweder im Westfalenpokal-Spiel an diesem Donnerstag, 18 Uhr, beim Landesligisten SC Altenrheine oder einen Tag später im Testspiel gegen den Zweitligisten SC Preußen Münster (Freitag, 14 Uhr) wertvolle Wettkampfpraxis sammeln, um sich für die nächsten Aufgaben in der Liga gegen die U 21 des SC Paderborn 07 (12. September) sowie innerhalb von nur drei Tagen mit Auswärtspartien bei den weiteren Top-Teams Sportfreunde Siegen (17. September) und 1. FC Bocholt (20. September) zu empfehlen. Nur bei Rechtsverteidiger Leonel Brodersen (28/nach Schien- und Wadenbeinbruch) wird es bis zum Comeback noch ein wenig dauern.

Böggemann ersetzt Meyer

Ein wenig Bewegung im Kader gab es auch noch kurz vor dem Ablauf der Transferperiode. Nach Stürmer Isaak Nwachukwu (20), der vom Drittligisten SC Verl ausgeliehen wurde und schon in Wiedenbrück zu einem Kurzeinsatz kam, wurde auch noch Torhüter Luca Böggemann (21) vom benachbarten VfL Osnabrück ebenfalls aus der 3. Liga auf Leihbasis verpflichtet. Damit reagierte der Klub auf den plötzlichen Abgang von Stammtorwart Ron Meyer (27), der den Verein aus privaten und beruflichen Gründen um eine Vertragsauflösung gebeten hatte. So soll jetzt Luca Böggemann, der zu Saisonbeginn noch in der Regionalliga Nordost bei der BSG Chemie Leipzig zwischen den Pfosten stand, im Kampf um die Nummer eins mit dem zunächst wohl gesetzten Laurenz Beckemeyer (25) einem anderen Ex-Osnabrücker Konkurrenz mache.

Mehr auf seine berufliche Zukunft außerhalb des Fußballplatzes will sich auch Offensivspieler Kevin Holzweiler (30) künftig konzentrieren und verabschiedete sich ebenfalls aus dem Tecklenburger Land. Er hatte in der laufenden Spielzeit aber auch nur noch jeweils einen Einsatz in der Liga, im DFB-Pokal und im Westfalenpokal absolviert. Auch ohne Holzweiler ist beim Zweitrunden-Gastspiel in Altenrheine ein Sieg Pflicht, um die Chance auf die dritte DFB-Pokal-Teilnahme in Folge zu wahren. "Der Pokal hat für uns einen sehr hohen Stellenwert", betont Fabian Lübbers.

Aber auch in der Liga wollen die Sportfreunde erneut oben mitmischen. "Im Gegensatz zu den Vorjahren gibt es diesmal keine Mannschaft, die das Feld dominieren wird", sagt der Lotter Trainer. "Das Rennen um den ersten Platz wird wohl bis zum Ende breit gefächert sein." Und sein Team soll möglichst lange dabei sein.