Rufe nach Manuel Neuer als Nationaltorhüter für die WM 2026 sind zuletzt wieder lauter geworden. Bundestrainer Julian Nagelsmann hat sich zwar bereits auf Marc-André ter Stegen festgelegt, allerdings hat der 33-Jährige beim FC Barcelona keinen Stammplatz mehr und wird wegen einer Rücken-Operation noch monatelang ausfallen. In der WM-Qualifikation steht Hoffenheims Oliver Baumann im deutschen Tor und beweist sich als solider Vertreter.
Ein einziger Satz von Neuers Berater, mehr oder weniger versteckt in einem Interview der Frankfurter Rundschau über Gott und die Welt, Kickers Offenbach und Gehaltsobergrenzen, reichte nun aus, um Spekulationen über eine WM-Rückkehr zu befeuern. "Wenn Julian Nagelsmann auf der Position ein Problem sieht, Manuel gesund ist und gefragt würde - dann wird Manu sicher nicht Nein sagen", sagte Thomas Kroth.
Neuer wiegelte am Mittwoch erst einmal ab - er sei ja selbst gar nicht gefragt worden. "Ich hatte eine sehr erfolgreiche und schöne Zeit, und ich denke aktuell überhaupt nicht darüber nach, ob und wie das sein könnte, dass Manuel Neuer nochmal zurückkehrt zur Nationalmannschaft", sagte der 39-Jährige bei einem Empfang in der Bayerischen Staatskanzlei. Sein Rücktritt aus der DFB-Auwahl nach der Heim-EM 2024 sei "eine bewusste Entscheidung" gewesen, betonte Neuer. Ein Comeback stehe "nicht im Raum".
Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Uli Hoeneß schon den Rufern nach Neuer, der in seiner Karriere 124 Länderspiele absolvierte, angeschlossen. "Bei einer Weltmeisterschaft müssen die Besten spielen. Und Manuel ist der Beste. Deswegen muss er da spielen, wenn er gesund ist", forderte der Ehrenpräsident des FC Bayern. Auch Präsident Herbert Hainer betonte, Neuer sei "der beste Torwart in Deutschland. Er tut jeder Mannschaft gut."
Für ein Comeback müsste der Bundestrainer wohl in einer Notsituation bei Neuer anfragen.