Als Spieler war Stahl unter anderem in der Oberliga und Regionalliga für den SV Eichede, Eutin 08 und dem Preetzer TSV aktiv und lief auch für die Bundeswehr-Nationalmannschaft auf. Nach seiner aktiven Laufbahn übernahm der Familienvater die Probsteier SG in der Verbandsliga, die er über zwei Jahre hinweg kontinuierlich weiterentwickelte, bevor er eine Auszeit vom Trainerdasein nahm.
Jetzt wagt der 39-Jährige den Sprung in die höchste Landesspielklasse Schleswig-Holsteins. Dass es am Freitag um 19 Uhr im Eröffnungsspiel der Oberliga ausgerechnet im Ostholstein-Derby gegen seinen Ex-Klub Eutin 08 geht, macht es für den einstigen Stürmer brisant. "Ich habe in Eutin drei tolle Jahre als Spieler gehabt und bin mit 08 in die Regionalliga aufgestiegen. Das vergisst man natürlich nicht. Jetzt bin ich aber Trainer in Oldenburg und will die drei Punkte entführen", sagt Stahl fordernd.
Mit der Vorbereitung seines neuen Vereins ist er zufrieden. Mit Lucas Irmler (SV Eichede), Marc Schwabe (FC Kilia Kiel) und Marek Papendorf (SG Sarau/Bosau) verließen drei Spieler den Klub. Dem stehen mit Tobias Ackermann (1. FC Phönix Lübeck II), Finn Severin (SG Sarau/Bosau), Thorge Salke (TSV Klausdorf) sowie Rico Ott (eigene U 19) vier Neue gegenüber. "Vor allem Thorge Salke macht es als Außenbahnspieler richtig gut", findet Stahl lobende Worte für den 23-Jährigen, der aus der Landesliga an den Schauenburger Platz kommt. Die Offensive des OSV ist mit den Angreifern Freddy Kaps, Daniel Junge und Finn Severin überdurchschnittlich gut besetzt.
"Kann Mannschaften kontinuierlich weiterentwickeln"
Liegt das Hauptaugenmerk des ehemaligen Regionalliga-Torjägers Stahl also auf der Offensive? "Nein", antwortet der 39-Jährige. "Wir hatten in der letzten Saison zwar den viertbesten Sturm, aber mit 68 Gegentreffern die viertschlechteste Abwehr. Deshalb haben wir in der Vorbereitung viel an der Grundordnung gearbeitet. Mir ist ein 2:1-Sieg lieber als ein 5:4", stellt Stahl klar.
Andreas Brunner, Abteilungsleiter Fußball, zeigt sich sehr zufrieden mit der neuen Besetzung auf der Trainerbank und sagt: "Von Beginn an haben wir mit Florian sehr gute Gespräche geführt und festgestellt, dass wir uns auf einer gemeinsamen Wellenlänge befinden. Man merkt sofort, dass da jemand mit Fachwissen, Klarheit und viel Energie an die Sache herangeht. Er hat bereits bei seiner vorherigen Station bewiesen, dass er Mannschaften kontinuierlich weiterentwickeln kann - genau das brauchen wir auch. Wir freuen uns sehr, dass wir ihn für den OSV gewinnen konnten."
Stahl selbst zeigt sich ebenfalls hoch motiviert und weiß, auf seine Torjäger kann er sich verlassen. So wie seine ehemaligen Vereine sich auf seine Tore verlassen konnten. 114 Tore stehen in der Oberliga und Regionalliga in seiner Vita.