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Mix aus Erfahrung und jugendlicher Frische: Burghausen muss nun "eine Mannschaft formen"

kicker

Die Zielsetzung ist seit knapp einem Jahr klar umrissen: Rückkehr in den Profi-Fußball bis zum 100-jährigen Gründungsfest 2030. Entsprechend baut Fußball-Regionalligist SV Wacker Burghausen, der in der abgelaufenen Saison Platz 7 belegte, seinen Kader um: Nach zwölf Abgängen wurden bislang zehn Neue verpflichtet. Und das ist sicher noch nicht das Ende der Fahnenstange.

Das Konzept hinsichtlich der Neuverpflichtungen ist dabei deutlich erkennbar: Viele junge Talente aus der erweiterten Region, die starkes Entwicklungspotential mitbringen, sollen sich in der Regionalliga etablieren.

Routiniers als Eckpfeiler

Zusätzlich zu den Führungsspielern wie Kapitän Christoph Schulz und Vize Felix Bachschmid wurden aber auch einige Ankerspieler verpflichtet. Wie etwa jüngst Abwehrhüne Alexander Sorge (32), der mit der Erfahrung von 99 Drittligaspielen von den Kickers aus Offenbach kommt. Keeper Tom Kretschmar (26) vom FC Homburg, Mittelfeld-Allrounder Marin Pudic (25) vom Liga-Rivalen FV Illertissen und Schienenspieler Faton Dzemailji (26) von Absteiger Türkgücü München zählen ebenfalls zu dieser Kategorie.

"Wir haben einen größeren Umbruch, aber ich glaube auch, dass wir schon einen guten Kader mit vielen U-23-Spielern zusammengestellt haben, obwohl die Kaderplanung noch nicht abgeschlossen ist", sagt Sportlicher Leiter Karl-Heinz Fenk, der ausdrücklich betont: "Die jetzige Zusammenstellung war ein Wunsch des gesamten Vereins unter Einbeziehung von Trainer Lars Bender, der aber zu keinem Zeitpunkt Forderungen gestellt hat." Sehr wohl hat das Team um Andreas Huber, Geschäftsführer der Wacker Burghausen Fußball GmbH, das mit der Kaderplanung betraut ist, aber die Vorstellungen von Anteilseigner und Sponsor Sebastian Rothwinkler aktiv einfließen lassen.

„Wir müssen aus diesem Kader eine Mannschaft formen, da haben wir jetzt sechs Wochen Zeit.“ (Sportlicher Leiter Karl-Heinz Fenk)

"Wir müssen aus diesem Kader eine Mannschaft formen, da haben wir jetzt sechs Wochen Zeit. Wir haben ein tolles Trainerteam, das hier an vorderster Front in der Verantwortung steht, aber natürlich sind wir da alle im Verein gefordert. Wir haben allerdings auch bewusst kein Saisonziel ausgegeben", so Fenk.

Schwerwiegende Abgänge

Besonders große Lücken haben die Sommerabgängen in der Abwehr und im Angriff gerissen: Nicht weniger als 28 Tore fehlen den Salzachstädtern, wenn Daniel Bares (12 Treffer), Sebastian Malinowski (6), Niklas Doll (5), Christopher Bibaku (3) und Michael John Lema (2) in der nächsten Spielzeit nicht mehr dabei sind. Von den Defensiv-Spezialisten sind Moritz Sommerauer, Jasper Maljojoki, Alexander Spitzer und Marcel Spitzer sowie Harry Birtwistle nicht mehr an Bord.

Urgestein Sommerauer hätte noch Vertrag gehabt, musste aber aus beruflichen Gründen seine Stiefel an den Nagel hängen, Maljojoki hätte Wacker ebenso gerne weiterpflichtet wie Flügelspieler Malinowski. Beide suchen aber neue Herausforderungen. Fenk: "Wir hätten beide gerne behalten, aber wir stehen als Verein auch dafür, dass wir junge Spieler weiterentwickeln. Das ist absolut legitim und kann bei den professionellen Bedingungen, unter denen wir arbeiten, manchmal sehr schnell gehen."

Qualifizierung zum Bundesliga-NLZ - Neururer zu Besuch

Künftig wollen sich die Salzachstädter aber noch professioneller aufstellen und dabei hat Wacker die Qualifizierung zum Bundesliga-NLZ als zentrales Instrument ausgerufen. "Wir sind da schon auf einem guten Weg. Andi Huber und Vorstandsmitglied Josef Berger arbeiten praktisch täglich daran", berichtet Fenk. NLZ-Leiter Michael Kostner - Ex-Profi beim HSV, beim 1. FC Köln, bei Eintracht Frankfurt und beim 1. FC Saarbrücken - hat erst dieser Tage seinen ehemaligen Coach und Kumpel Peter Neururer eingeladen, um einen Blick auf die Infrastruktur und das Leistungsniveau werfen zu können. "Die Nachwuchsförderung hier ist herausragend", so das Urteil des 70-jährigen Kulttrainers.

Zur ersten Einheit bittet Bender am kommenden Mittwoch um 18.30 Uhr, das erste Testspiel beim Landesligisten TSV 1860 Rosenheim steigt am Sonntag, 22. Juni, auswärts um 14 Uhr. Bayernliga-Aufsteiger FC Spfr. Schwaig gastiert am 28. Juni um 17 Uhr in Burghausen, tags darauf erwarten die Salzachstädter um 14 Uhr den Landesliga-Aufsteiger TSV Hollenbach.

Weiter geht es am 2. Juli um 19 Uhr mit dem Gastspiel beim benachbarten Bayernligisten SV Kirchanschöring, ehe am 5. Juli das Turnier bei der DJK Wittibreut auf dem Programm steht, an dem auch der TSV Buchbach und der TSV 1860 München II teilnehmen. Zum vorläufigen Abschluss der Vorbereitung testen die Burghauser gegen zwei Teams aus Österreich: Am 11. Juli gastiert die Bender-Elf um 19 Uhr bei Union Gurten, einen Tag später ist Austria Salzburg um 13 Uhr in Burghausen zu Gast, ehe eine Woche später die erste Pokalrunde startet und für 26. Juli der Ligastart terminiert ist.