Zwischenzeitlich sah sich Drittligist Hansa Rostock zu einem Extra-Post auf den Social-Media-Kanälen genötigt: "Solange wir keine positive Rückmeldung aus der Schweiz erhalten haben, können wir nichts vermelden", schrieb die Kogge am Dienstagabend. Der Hintergrund: Es wurde sehnsüchtig auf Stürmer Emil Holten gewartet.
Doch nachdem die FIFA noch keine Erlaubnis erteilt hatte, warteten die Fans zuletzt vergeblich auf eine offizielle Vollzugsmeldung des Wechsels. Am Freitag - vier Tage nach dem Deadline Day - war es dann schließlich so weit: Die Rostocker konnten mit einiger Verspätung die Verpflichtung des 29-Jährigen bekanntgeben. Der 1,95 Meter große Däne unterschreibt an der Ostsee einen einjährigen Leihvertrag.
„Genau diesen Spielertyp haben wir gesucht.“ (Amir Shapourzade über Emil Holten)
"Emil ist ein wuchtiger Stoßstürmer mit internationaler Erfahrung. Er bringt viel positive Energie mit, hat durch seine Physis eine enorme Präsenz im Strafraum und arbeitet sowohl mit als auch gegen den Ball sehr fleißig für die Mannschaft. Genau diesen Spielertyp haben wir gesucht", erklärte Amir Shapourzadeh, Direktor Profifußball beim F.C. Hansa Rostock.
Internationale Erfahrung für die Kogge
Für den sich anbahnenden Wechsel von Holten, der bislang nur in Skandinavien aktiv gewesen ist, hatte sein aktueller Arbeitgeber IF Elfsborg aus Schweden den Stürmer am 31. August frühzeitig von seiner Leihe beim norwegischen Verein Fredrikstad FK zurückbeordert. In der laufenden Eliteserien-Saison hatte der Angreifer in 18 Einsätzen vier Tore selbst erzielt und weitere drei vorbereitet.
"Hansa ist ein Verein, der nicht nur in Dänemark, sondern in ganz Europa einen großen Namen hat. Über die unglaubliche Stimmung im Ostseestadion habe ich bereits viel Positives gehört. Ich kann es kaum erwarten, diese Atmosphäre endlich selbst zu erleben - und so schnell wie möglich mein erstes Tor für Hansa zu erzielen", sagte Holten, der bei Hansa die Rückennummer 11 erhält.
Mit seiner Erfahrung - unter anderem sechs Einsätze in der Europa League, zuletzt scheiterte Holten mit Frederikstad in der Conference-League-Quali an Crystal Palace - soll der 29-Jährige an der Ostsee die zu Saisonbeginn lahmende Offensive beleben. Die Mannschaft von Trainer Daniel Brinkmann durfte in vier Ligaspielen bislang nur zwei Tore bejubeln. Nur Aufsteiger Schweinfurt präsentierte sich offensiv noch ungefährlicher.