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Nach Randalen in Jena: Halle akzeptiert NOFV-Strafe

kicker

Knapp 20.000 Euro fließen

 

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Der Nordostdeutsche Fußballverband NOFV hat den Halleschen FC im Zusammenhang mit den Vorkommnissen während des Auswärtsspiels gegen den FC Carl Zeiss Jena Anfang April zu einer Geldstrafe in Höhe von 18.700 Euro verurteilt. Der Verein kündigt an, gegen dieses Urteil keine Rechtsmittel einzulegen. Damals verließen im Ernst-Abbe-Sportfeld teils vermummte Halle-Fans ihren Block und stürmten durch den Innenraum in Richtung der nur wenige Meter entfernten Jenaer Fanszene. Zudem kam es zu mehreren Pyro-Vergehen. Die Polizei schritt ein. Erst nach einer über 50-minütigen Pause konnte weitergespielt werden.

Im Rahmen der Entscheidungsfindung sei das Sportgericht auf wesentliche Punkte der Stellungnahme des Halleschen FC eingegangen, "insbesondere im Hinblick auf die Einordnung des Geschehens sowie die durch den Verein eingeleiteten internen Maßnahmen", heißt es vom HFC. Auch vor diesem Hintergrund habe man sich entschieden, das Urteil zu akzeptieren und den Fokus auf Aufarbeitung und Prävention zu legen.

"Große, friedlichet Mehrheit"

"Die Ereignisse rund um die Partie waren in keiner Weise akzeptabel und widersprechen klar den Werten des Halleschen FC. Als Verein, der sich gesellschaftlicher Verantwortung und dem Miteinander verpflichtet fühlt, verurteilen wir derartige Grenzüberschreitungen mit Nachdruck", heißt es. Gleichzeitig sei es dem Halleschen FC aber ein zentrales Anliegen, "zwischen vereinzeltem Fehlverhalten Einzelner und der großen, friedlichen Mehrheit unserer Fans zu unterscheiden. Dabei ist und bleibt unser langfristiges Ziel, die besondere Atmosphäre in Heim- aber auch Auswärtsspielen zu bewahren und gleichzeitig die Sicherheit aller Stadionbesucher dauerhaft zu gewährleisten. Wir sind stolz auf unsere leidenschaftliche Fankultur, ihre Kreativität und ihre unermüdliche Unterstützung - gerade in herausfordernden Phasen. Diesen Rückhalt wissen wir zu schätzen und zu würdigen."

Bei einer rechtssicheren Identifizierung von Personen werde man die zur Verfügung stehenden Mittel vollumfänglich ausschöpfen. "Denn: Verantwortung zu übernehmen bedeutet für uns auch, konsequente und unpopuläre Entscheidungen nicht zu scheuen, wenn sie dem langfristigen Wohl des Vereins dienen."