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Onuohas goldener Moment: "Vor zwei Tagen war alles scheiße"

kicker

Knapp eine Minute und 40 Sekunden dauerte es, da machte Chilohem Onuoha für den SC Verl aus einer 0:1-Niederlage gegen Energie Cottbus einen 2:1-Sieg. Damit kamen die Ostwestfalen mit drei Siegen aus drei Spielen aus der englischen Woche in der 3. Liga und klopfen mit nun zwölf Zählern an den Aufstiegsrängen an.

Der Doppelpacker, der in dieser Saison noch nie in der Startelf stand und zuvor auch noch kein Tor erzielen konnte, beendete mit seinen Treffern auch für sich persönlich eine Durststrecke und zeigte seinem Coach seine Qualitäten im Torabschluss. Noch wenige Tage zuvor war der gebürtige Berliner gegen Alemannia Aachen (2:1) erst gar nicht eingewechselt worden, obwohl auch hier der Siegtreffer lange auf sich warten ließ.

„Ich habe die Tore für den Trainer und das ganze Team gemacht.“ (Chilohem Onuoha)

Sein Trainer Tobias Strobl erklärte nach dem Spiel gegen Cottbus am Mikrofon von MagentaSport die plötzliche Leistungsexplosion des gebürtigen Berliners so: "In der letzten Woche sind zwei defensivere Spieler als Stürmer eingewechselt worden und das hat den Jungen schon etwas mitgenommen. Danach hatten wir ein Gespräch und das ist Fußball. Vor zwei Tagen war alles scheiße und jetzt ist Sonnenschein."

Und auch Onuoha selbst zeigte sich nach der Partie mehr als erleichtert, erklärte ebenfalls, dass "die letzten Spiele für mich nicht so gut" waren. Nun wolle er sich "auch bei dem Trainerteam bedanken, dass ich diese Spielzeit bekommen habe". Und auch das von Strobl angesprochene Gespräch scheint die Beziehung zwischen Spieler und Trainer deutlich verbessert zu haben. "Ich habe die beiden Tore für ihn und das ganze Team gemacht", wurde der Stürmer im Anschluss an die Partie beinahe emotional.

Startschuss für eine neue Rolle?

Am Ende zog Onuoha noch ein nüchtern wirkendes Fazit, doch die Erleichterung war ob der Vorgeschichte deutlich zu spüren. Vor der Einwechslung in der 66. Minute "hat der Trainer nur gesagt, gewinn das Spiel für uns, und das habe ich gemacht." Nun wird sich also zeigen, ob das für den Doppelpacker der Startschuss für eine deutlich wichtigere Rolle bei den Ostwestfalen war, oder ihn aber die sportliche Realität wieder einholt. Doch davor gelte es erstmal, den Abend zu genießen. Heute Nacht werde der 20-Jährige nach eigener Aussage "ganz bestimmt nicht schlafen können".