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Personalplanung in Oberhausen nimmt Form an: Gunkel gibt "gute Signale"

kicker

Nach schleppendem Start in die Saison machte Rot-Weiß Oberhausen mächtig Dampf und gehört vor dem Re-Start als Tabellendritter zu den ganz heißen Eisen im Aufstiegsrennen.

Kurz vor der Abreise ins Trainingslager nach Side (Türkei) am Dienstag, 13. Januar, hat RWO die sehnlichst erwartete personelle Änderung für den Angriff perfekt gemacht: Vom FC Hansa Rostock leiht man den 20-jährigen Tim Krohn für den Rest der Saison aus. Gemeinsam mit Timur Kesim, dessen Rückkehr von Hertha BSC II schon vor Weihnachten gemeldet worden war, soll der Rotschopf aus dem Nordosten das bei allem Schwung zu oft harmlos gebliebene Angriffsbemühen der Kleeblätter stärken.

Krohn gleicht einem Wunschspieler

"Wir wollten ihn schon zu Saisonbeginn haben", teilt RWO-Sportleiter Dennis Lichtenwimmer-Conversano mit, und auch Krohn merkt an: "RWO war lange an mir interessiert, und ich freue mich jetzt sehr auf diesen Traditionsverein." Dass der FC Hansa kurz vor der Ausleihe den Vertrag mit ihm bis 2027 verlängerte, darf man getrost als Wertschätzung sehen.

In Oberhausen wird der gebürtige Wismaraner mit offenen Armen empfangen: Allein der Umstand, dass er in der Vorsaison sein erstes Tor als Profi beim 4:0-Sieg der Rostocker über RW Essen gegen den Oberhausener Erzrivalen erzielt hat, bringt ihm schon Sympathiepunkte bei den Fans ein.

Diese waren außerdem des abwandernden Christopher Schepp überdrüssig geworden, der in 18 Meisterschaftseinsätzen kein einziges Tor geschossen und bisweilen "Hunderprozentige" nicht genutzt hatte, aber stets ein netter Kerl geblieben war. Der Ex-Meppener geht nach erfolgter Vertragsauflösung zurück in den Norden und gehört nun zum Kader des Drittliga-Vorletzten TSV Havelse. Gegangen ist auch Verteidiger Mustafa Kourouma, der bei den Kleeblättern nie Fuß gefasst hatte und jetzt in Luxemburg einen Neuanfang wagt.

"Man hat nicht immer das auch notwendige Glück bei Neuverpflichtungen", gibt Lichtenwimmer-Conversano zu. Ob in der Abwehr - an sich sattelfest, aber immer wieder durch Verletzungen vor Probleme gestellt - noch was getan wird, scheint offen: Tim Stappmann macht sich seit mehreren Wochen fit und ist dabei, nach langen Monaten ohne Spiel (KFC Uerdingen) Anschluss zu finden. Ins Trainingslager fährt er nicht mit, da sollen vor allem jene Kräfte getrimmt werden, die zur Wiedereröffnung am 24. Januar gegen Fortuna Düsseldorf II an Bord sein werden.

Lehrreicher Test gegen Oberhausen - Bleibt Gunkel?

Die sportliche Vorbereitung litt bislang unter den Witterungsbedingungen, die das Team bisweilen auch in eine Soccerhalle zwangen. Am Freitag gab es ein Testspiel beim VfL Osnabrück, das mit 2:5 verloren ging und von Trainer Sebastian Gunkel (der im Sommer bei den Lila-Weißen im Gespräch war) in erster Linie unter dem Aspekt der allgemeinen Belastungssteuerung gesehen wurde: "Es war ganz ordentlich. Hauptsache ist, dass sich niemand verletzt hat."

Die einzige noch offene Personalfrage bei RWO ist also die nach dem Trainer: "Wir verspüren gute Signale", gibt Lichtenwimmer-Conversano eine vorsichtige Wasserstandsmeldung ab, "und hoffen, dass er Ende Januar oder Anfang Februar seine Zusage an uns gibt."