Fehlercode: %{errorCode}

Peschek zur Causa Weissman: "Überwiegender Teil war für Verpflichtung"

kicker

Shon Weissman zu Blau-Weiß Linz. Eigentlich ein Top-Transfer für den Klub aus der Stahlstadt. Eigentlich. Denn die Verpflichtung des früheren WAC-Torjägers ließ die Wogen hoch gehen. Einerseits ist der Stürmer die dringend benötigte Verstärkung beim Tabellenschlusslicht, andererseits sorgt der Wechsel aufgrund von Weissmans Social-Media-Aktivitäten für Kritik. Der Israeli hat dort etwa die Auslöschung Gazas gefordert und war in den vergangenen Jahren immer wieder damit aufgefallen, Beiträge mit diesbezüglichen Forderungen zu liken. All das sei nicht mit dem Leitbild des Vereins vereinbar, so der Vorwurf.

Nun versucht der Bundesligist für Ruhe und Ordnung zu sorgen. "Beim bestialischen Massaker in Israel am 7. Oktober 2023 wurden Tausende Menschen ermordet, verletzt und Hunderte verschleppt. Shon Weissman kannte einige der Opfer persönlich. Nach diesem Massaker war er entsprechend besonders emotional."

Zu den bereits beschriebenen Social-Media-Aktivitäten heißt es: "In sozialen Medien hat er einige Beiträge geliked und kommentiert, wie er es heute nicht mehr tun würde. Wir setzen in einer zunehmend polarisierten sowie emotionalisierten Debatte auf Dialog statt Ausgrenzung und stellen gleichzeitig klar, dass wir die von ihm im Jahr 2023 geteilten Inhalte in keiner Weise unterstützen oder vertreten. Wir gedenken aller Opfer des Krieges und hoffen auf Frieden."

Peschek: Weissmann hat "zweite Chance verdient"

Auch Geschäftsführer Christoph Peschek schlägt in der Kronen Zeitung versöhnliche Töne an. "Shon hat uns glaubhaft versichert, dass seine Unterstützung der Postings der Ausnahmesituation geschuldet war, in der er sich vor zwei Jahren befunden hat. Wir haben natürlich mit unseren Fans diskutiert - der überwiegende Teil war für eine Verpflichtung", so der 41-Jährige und führt weiter aus: "In einer demokratischen Gesellschaft muss es möglich sein, jedem eine zweite Chance zu geben, die hat sich Shon verdient."

Rein sportlich gesehen braucht Blau-Weiß Linz Weissman wie einen Bissen Brot. Lediglich einen Zähler hat die Mannschaft von Neo-Trainer Mitja Mörec auf dem Konto. Und auch die Torausbeute spricht Bände: Zwei Treffer in fünf Spielen. Hier soll Weissman Abhilfe schaffen, obwohl er in den letzten drei Jahren in Spanien und Italien nie mehr als zwei Saisontore erzielte. "Wir sind davon überzeugt, dass Shon Weissman einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der sportlichen Ziele des FC Blau-Weiß Linz leisten wird", so sein neuer Arbeitgeber. In der Saison 2019/20 erzielte Weissman 37 Treffer in 40 Pflichtspielen für den WAC und avancierte zum Bundesliga-Torschützenkönig. Der 29-Jährige habe "große Qualität vor dem Tor" und zudem eine "aggressive und intensive Spielweise", schwärmte auch Sportdirektor Christoph Schößwendter.