Aaron Ramsdale geht in seine siebte Premier-League-Saison - mit seinem fünften Verein. Am Samstag machte Newcastle United die Leihe des 27-jährigen Torhüters perfekt, die sich bereits seit Tagen angebahnt hatte. Damit bleibt Ramsdale nach dem Abstieg mit dem FC Southampton Mitglied der Premier League und darf sogar auf Champions-League-Fußball hoffen.
In Newcastle trifft der fünfmalige englische Nationaltorhüter, der seit der EM 2024 nicht mehr nominiert wurde, auf seinen alten Förderer: Unter Eddie Howe gelang ihm beim AFC Bournemouth einst der Sprung in den Profifußball. Über Sheffield United landete er 2022 beim FC Arsenal, verlor dort nach der Vizemeisterschaft 2022/23 aber seinen Stammplatz an David Raya und "flüchtete" 2024 deshalb zum damaligen Aufsteiger Southampton, der über 20 Millionen Euro Ablöse in die Hand nahm.
"Als ich heute ins Stadion kam und es leer sah, war es ziemlich surreal, daran zu denken, dass dies in absehbarer Zukunft mein Zuhause sein wird", erklärte Ramsdale, für den sich Newcastle dem Vernehmen nach auch eine Kaufoption gesichert hat. "Ich habe das Trikot an, es hat das schöne Champions-League-Logo auf dem Ärmel - ich bin begeistert, hier zu sein." Ein "großer Anreiz" sei das Wiedersehen mit Howe gewesen. "Er hat mich in Bournemouth vom Mann zum Profi gemacht. Er hat mir wirklich gezeigt, wie alles läuft."
Vlachodimos' delikater Deal
In Newcastle soll Ramsdale die Nummer 1 Nick Pope herausfordern. Eigentlich wollten die Magpies den fünf Jahre jüngeren James Trafford vom FC Burnley verpflichten, doch dieser entschied sich für eine Rückkehr zu Manchester City. Weil neben Pope und Ramsdale auch noch der zuverlässige Martin Dubravka, der ehemalige Stuttgarter Odysseas Vlachodimos, der 38-jährige John Ruddy und das 2020 zurückgekehrte Eigengewächs Mark Gillespie unter Vertrag stehen, wird sich bei den Torhütern auf der Abgangsseite in diesem Sommer gewiss noch etwas tun.
Vor allem um Vlachodimos gibt es immer wieder Spekulationen. Der 31-Jährige war vorigen Sommer für knapp 25 Millionen Euro von Nottingham Forest gekommen, das wiederum mehr als 40 Millionen Euro für Elliot Anderson zahlte - zwei Deals, die den Klubs nicht zuletzt dabei halfen, die Financial-Fairplay-Regeln der Premier League einzuhalten.