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Ramsebner im Rückblick: "Oli Glasner hätte ich gerne früher kennengelernt"

kicker

Für die Scouting-Abteilung der Kampfmannschaft der Austria hat Christian Ramsebner (36) am Donnerstag die Woltemade-Festspiele bei der U-21-EM Deutschland gegen Slowenien (3:0) in Nitra live miterleben dürfen. Obwohl er erst am 1. Juli offiziell beginnt, ist er schon jetzt Feuer und Flamme für seine neue Aufgabe.

"Ich bin der Austria sehr dankbar für diesen Job", so Ramsebner im Gespräch mit dem kicker, "mein Karriereende war schon länger wohl überlegt, ich habe es nur erst dieser Tage verkündet und bin sehr glücklich, dass ich nach 19 Profi-Jahren gesund bin, fit bin und alles machen kann." Kicken will er selbst nur mehr nebenbei hobbymäßig in der oberösterreichischen Landesliga.

Außer bei der Wiener Austria trug der Abwehrrecke bei all seinen Stationen zumindest zeitweilig die Kapitänsschleife. "Ja, ich war immer ein Lauter", lacht Ramsebner, "ich übernehme gerne Verantwortung und gehe voran. Bei der Austria trugen damals der Orti (Manuel Ortlechner, Anm.) und der Sutti (Markus Suttner, Anm.) die Schleife, das hat schon gepasst."

Seine sportlichen Highlights liegen auf der Hand:  Champions League mit der Austria (2013/14), Europa League mit dem LASK (2019-2021), darunter das Achtelfinale gegen Manchester United: "Leider daheim ohne Zuschauer wegen Corona. Das hat sich fast wie ein Freundschaftsspiel angefühlt."  Ramsebner nennt aber auch den Zweitliga-Meistertitel mit dem LASK (2016/17): "Das war für den Klub, ja die ganze Region so wichtig. Die Menschen hatten eine unglaubliche Freude."

Vier tolle Jahre unter Glasner

"Oli Glasner hätte ich gerne früher kennengelernt, nicht erst mit 26",  sagt Ramsebner über seinen größten Förderer und Trainer beim LASK von 2015 bis 2019, "wer weiß, was dann möglich gewesen wäre. Seine Kultur, seine Menschlichkeit und sein taktisches Verständnis sind überragend. Man braucht eh nur schauen - überall wo er ist, ist er erfolgreich."

Die meisten Duelle hatte Ramsebner mit Rapid, 23 Pflichtspiele an der Zahl (Meisterschaft und Cup), drei Mal wurde er gegen die Hütteldorfer ausgeschlossen. "Ja, das war immer recht hitzig, zwei Mal mit dem LASK und einmal im Wiener Derby gegen Schobesberger. Das war aber auch ein ungleiches Duell, langsam gegen schnell", kann er heute darüber lachen, "damals war es bitter." Obwohl die Austria in Unterzahl sogar noch gewann (2:1).

International nennt Ramsebner "Diego Costa, Bruno Fernandes, Mesut Özil und Pierre-Emerick Aubameyang" als seine unangenehmsten Gegenspieler. Auslandsangebote habe es im Laufe der Jahre in zwei Transferzeiten jeweils mehrere gegeben. "Aber genau da sind auch der LASK und die Austria auf mich zugekommen und ich habe es nicht bereut. Wenn ich eine Aufgabe habe, dann hänge ich mich voll rein." Nun wieder in Violett.