Fehlercode: %{errorCode}

Reitz betont die neue Reife der U 21

kicker

Von der U-21-EM in der Slowakei berichten Tim Lüddecke und Michael Pfeifer

Klar gewonnen und dennoch steigerungsfähig - im Grunde kann es kein besseres Resümee geben nach einem ersten Spiel bei einer EM-Endrunde. "Vom Ergebnis war es natürlich der perfekte Start", freute sich Antonio Di Salvo über seinen ersten EM-Sieg als Chefcoach, "es ist nie leicht, in ein Turnier zu starten, eine Anfangsnervosität ist immer da. Wir sind hervorragend in die Partie gestartet, hatten etliche Chancen und haben hochverdient das 1:0 gemacht."

Die DFB-Auswahl leistete sich danach allerdings eine kurze, aber gefährliche, weil nachlässige Episode. "Dann hatten wir eine Phase, in der wir es haben schleifen lassen. Wir sind nicht mehr so kompakt gewesen und konnten den Gegner nicht mehr so unter Druck setzen, da hat es Slowenien einige Male in Steil-Klatsch-Kombinationen richtig gut gemacht", erläuterte Di Salvo, "da konnten wir uns bei Noah Atubolu bedanken, der zweimal gerettet hat. Schlussendlich war deshalb auch das 2:0 sehr wichtig für uns vor der Halbzeit."

Di Salvo lobt seine Joker

Danach aber legten die deutschen Junioren eine zwar wenig spektakuläre, aber souveräne zweite Halbzeit hin, die den Reifegrad dieser Truppe untermauert. "Darauf bin auch stolz", betonte Mittelfeldstratege Rocco Reitz, "ich denke, das ist wichtig in Turnieren: Dass man eine Führung dann auch seriös über die Zeit bringt und vielleicht die Kräfte etwas einteilt. Weil alle drei Tage zu spielen, ist auch nicht ganz ohne. Und das haben wir gut gemacht."

Das sah auch der Trainer so: "In der zweiten Halbzeit haben wir so gut wie nichts mehr zugelassen und konnten durch die Einwechselspieler noch mal richtig Schwung reinbringen. Im Großen und Ganzen ein guter Start."

Den der angeschlagene Freiburger Merlin Röhl allerdings verpasste. "Er hat im Abschlusstraining einen Schlag aufs Sprunggelenk bekommen, es war ein recht hektischer Tag, weil wir noch das MRT abwarten mussten, zum Glück ist er nicht schwerer verletzt", verriet Di Salvo, "jetzt schauen wir von Tag zu Tag, und ich bin recht optimistisch, dass wir ihn bei der EM noch sehen werden. Wir müssen abwarten, wie der Fuß reagiert."

Ob das für Röhl schon bis Sonntag reicht, wenn es im zweiten Turnierspiel in Dunajska Streda (21 Uhr) gegen Tschechien geht, ist offen. "Vor zwei Jahren haben wir schon mal Erfahrungen gemacht mit den Tschechen", erinnert sich Di Salvo und mahnt: "Eine Mannschaft, die sehr aggressiv war, das zeichnet sie diesmal auch aus, zudem sind sie sehr konterstark. Ich bin mal auf die Erkenntnisse aus dem Englandspiel gespannt, dann gehen wir ins Detail." Ihren Auftakt haben die Tschechen gegen England 1:3 verloren und stehen unter Zugzwang.