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Reitz vor dem EM-Start: "Höhere Anspannung als in der Bundesliga"

kicker

Über "Ungewohntes" bei der Premiere

Von der U-21-EM in der Slowakei berichten Tim Lüddecke und Michael Pfeifer

Den Satzeinschub nahm Rocco Reitz schon selbst vor: "Das war mir natürlich selbst geschuldet", sagte der U-21-Nationalspieler am Mittwochnachmittag, als er zu der am Mittwoch beginnenden Europameisterschaft Stellung bezog, die ja seine erste mit der deutschen Auswahl sein wird: "Ansonsten wurden mir nicht so viele Turniere gewährt beim DFB."

Lediglich ein (Test-)Länderspiel für die U 16 konnte der Profi von Borussia Mönchengladbach bis zu seinem Debüt in der U 21 vorweisen - dort wiederum ist Führungsspieler Reitz seit jeher gesetzt, stand in allen Partien immer auf dem Platz.

Was auch am Donnerstagabend so sein wird, wie Cheftrainer Antonio Di Salvo klar durchblicken ließ, wenn seine Mannschaft gegen Slowenien (21 Uhr, LIVE! beim kicker) in die EM starten wird.

Reitz: "Ich hatte so etwas noch nie"

Angesichts seiner bevorstehenden persönlichen Premiere in der Slowakei bekannte Reitz jedenfalls: "Also ich muss sagen: Im Vergleich zur Bundesliga spüre ich eine höhere Anspannung - das überrascht mich."

So ein kontinentaler Wettbewerb sei durchaus "ungewohnt" für den 64-fachen Bundesliga-Profi: "Ich hatte so etwas noch nie, dass fast alle Spiele dann K.-o.-Spiele sind."

Zwar sei der Mittelfeldspieler "jetzt nicht nervös" oder könne nicht mehr schlafen, erklärte Reitz: "Aber ich denke viel über die Spiele nach, gehe auf den Gegner ein, schaue mir Videos an. Dafür findet man auch in der regulären Saison auch nicht die Zeit, die ich hier habe." Und umso größer sei ebenfalls seine Lust auf den Modus: "Ich habe richtig Bock darauf."

Di Salvo: "Wir haben jetzt so viel besprochen"

Auch Di Salvo pflichtete seinem Spieler bei, dass das Stresslevel allmählich ansteige -  jeder Trainer würde "lügen", der etwas anderes behaupte, so der 46-Jährige: "Ich finde das auch überhaupt nicht bedenklich, was Rocco sagt, sondern das ist die nötige positive Anspannung, die man braucht, um Top-Leistungen liefern zu können."

Dass die deutsche Mannschaft ihr Potenzial ab Donnerstag auch abrufen kann in den weiteren Vorrundenspielen gegen Tschechien und England, daran zweifelt der DFB-Coach vor dem Auftakt indes nicht: "Wir haben jetzt so viel geredet, besprochen und analysiert. Jetzt kann es endlich losgehen."