Der Traum der deutschen Nationalelf ist in einem spannenden Halbfinale beim 0:1 nach Verlängerung gegen Spanien bitter geplatzt. Allein in Deutschland verfolgten 14,261 Millionen Menschen das deutsche EM-Aus und bescherten der ARD damit eine Top-Quote und an diesem Abend einen Marktanteil von 57,6 Prozent!
Bemerkenswert aber auch, dass nicht nur Spiele mit deutscher Beteiligung auf reges Interesse stießen, so kam etwa das zweite Halbfinale zwischen England und Italien (2:1 nach Verlängerung) auf beachtliche 7,09 Millionen Zuschauer in Deutschland.
Das große Publikumsinteresse beschränkt sich aber nicht allein auf Deutschland, weltweit wird das Turnier gerne verfolgt. So geht die UEFA von einer Live-Zuschauerzahl von mehr als 400 Millionen Menschen aus und erwartet noch einmal über 45 Millionen für das Finale zwischen England und Spanien am Sonntag (18 Uhr).
Großer Fan-Andrang in der Schweiz
Auch vor Ort füllen die Fans die Stadien. 29 der insgesamt 31 Spiele - inklusive des Endspiels - waren ausverkauft, teilte die UEFA zudem mit. Schon vor dem Endspiel wurden 623.088 Besucherinnen und Besucher gezählt, was bedeutet, dass eine neue Bestmarke für ein EM-Turnier der Frauen aufgestellt wurde. Im ausverkauften St.-Jakob-Park in Basel kamen am Sonntag nochmal 34.203 Zuschauer hinzu.
Damit steht der endgültige Zuschauerrekord bei der EM 2025 bei insgesamt 657.291 Zuschauern in den acht Stadien. Insgesamt waren 673.000 Tickets für das Turnier in der Schweiz zur Verfügung gestanden, womit die Auslastung bei knapp 98 Prozent lag.
Das Turnier in der Schweiz übertrifft damit die EM 2022 in England, wo unter anderem auch in den Fußball-Tempeln Old Trafford von Manchester sowie im Wembley-Stadion von London gespielt worden war. Damals hatten 574.875 Fans die Spiele besucht.
Dass die EM in der Schweiz nun noch stärker angenommen wurde, freut den Veranstalter. Für UEFA-Präsident Aleksandar Ceferin ist es ein "wichtiger Meilenstein in der Entwicklung des Frauenfußballs". Der Slowene ist sich aber auch sicher, dass das "erst der Anfang" sei.
Wie die UEFA bereits am Freitag weiter mitteilte, wurden mehr als ein Drittel aller Tickets, um genau zu sein 35 Prozent, von Fans außerhalb der Schweiz gekauft; verteilt auf 160 Nationalitäten. 95.000 Fans hätten sich vor Ort an Fanmärschen beteiligt, während eine Million Menschen die Fanzonen besuchten. Alles in allem habe das Turnier "die hohen Erwartungen übertroffen", wie UEFA-Frauenfußball-Direktorin Nadine Keßler anmerkte.