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Rukavina: "Hab' Bock auf mehr"

kicker

"Mittlerweile fühlt es sich wie ein Wachtraum an", lächelt Magdalena Rukavina. Im Februar feierte die 20-Jährige ihr A-Team-Debüt für Österreich in der Nations League gegen Deutschland (1:4). Als erste Vienna-Spielerin seit über 30 Jahren und vor über 14.000 Zuschauern in Nürnberg: "Ja, krass! Das ist mir auch erst nachher so richtig bewusst geworden, wie viele da da waren."

"Ich wollte eigentlich immer nur jeden Tag Fußball spielen und hatte gar nicht den Plan, Profi zu werden", erzählt Rukavina im Gespräch mit dem kicker in der NV-Arena. Selbst als die Kärntnerin mit 14 Jahren in der Akademie St. Pölten aufgenommen wurde. "Ich war einfach nur fußballverückt und habe mich gefreut, dass ich diesen Lifestyle leben kann", sagt sie.

Am Abend hat sie dann als Schülerin in St. Pölten in der Nachbarschaft die SKN-Spielerinnen öfters trainieren gesehen. Da habe sie sich dann schon gedacht: "Wow - das sind ja richtige Profis! Die dürfen jeden Tag trainieren."

Mitten im Rudel angekommen

Seit Sommer gehört Rukavina selbst zum erlauchten Wölfinnen-Rudel, stand in allen drei bisherigen Bundesliga-Spielen (bei ebensovielen Siegen) in der Startelf und hat sich in der internationalen Truppe gut eingelebt.

"Im Gegensatz zur Vienna reden wir hier am Feld sehr viel Englisch. Daran muss ich mich noch gewöhnen, dass ich bei meinen Kommandos von Deutsch auf Englisch switche, damit sie auch alle gleich verstehen."

Rukavina ist eine Einteilerin. Sie geht im Mittelfeld nicht nur selbst weite Wege, sondern zieht gerne andere mit. Parallel hat sie auch noch die Aufnahme-Prüfung für das Medizin-Studium geschafft und pendelt gelegentlich nach Wien.

Aktuell gilt der Fokus aller Wölfinnen jedoch dem Duell mit Dänemarks Meister Fortuna Hjörring, um den Einzug in die Champions-League-Ligaphase. "Wir sind uns alle bewusst, wie wichtig diese Spiele sind", sagt Rukavina, "und dass wir zwei hervorragende Teamleistungen brauchen werden."

Hjörring hat als ungesetztes Team bislang Hibernian (2:1) und die Young Boys Frauen (1:0) ausgeschaltet. Alle drei Treffer erzielte die nigerianische Stürmerin Joy Omewa, die letzte Saison auch in der dänischen Liga mit 18 Toren ihren Spaß hatte. In der laufenden Meisterschaft hat Rumäniens Teamtorhüterin Andreea Paraluta bei Fortuna in vier Partien noch kein Gegentor kassiert.

"Was du aus internationalen Spielen mitnehmen kannst, ist unbezahlbar", weiß Rukavina. Deswegen habe sie "vom Staff des Nationalteams" positive Signale erhalten, als sich ihr Wechsel nach St. Pölten abzeichnete. Und eines sagt die junge Profispielerin auch frei von der Leber weg: "Ich hab' Bock auf mehr."

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