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Salzburg trotz Aufstieg selbstkritisch: "Ein Fingerzeig für uns"

kicker

Österreich hat einen weiteren Klub in eine europäische Ligaphase gebracht. Red Bull Salzburg steht nach einem 1:1 im Rückspiel gegen Brann Bergen (Gesamtscore 5:2) in der dritten Runde der CL-Quali und hat damit auch zumindest die Europa League fix in der Tasche.

Klingt durchaus positiv, doch so richtig Freude kam bei den Verantwortlichen nach Spielende nicht auf. Denn gegen abermals starke Norweger tat sich die Bullen-Elf enorm schwer, hatte wenig Ballbesitz und auch wenig Offensivaktionen. "Das war ein Fingerzeig für uns. Wir müssen besser spielen", meint Sportdirektor Rouven Schröder bei Servus TV und sprach dem Gegner ein Kompliment aus: "Brann hat es sehr, sehr gut gemacht. Sie waren sehr gut organisiert."

Salzburg hingegen startete denkbar unglücklich ins Spiel, geriet nach rund 120 Sekunden in Rückstand. Beim Treffer von Kornvig sah weder die Defensive noch Tormann Alexander Schlager gut aus. Doch die Bullen bügelten den Fehler schnell aus. Maurits Kjaergaard traf sehenswert per Freistoß zum Ausgleich (6.). "Dann ist es immer schlechter geworden. Dass es nicht schön anzusehen war, wissen wir alle. Es hat sich nicht gut angefühlt. Wir sind auch viel hinterhergelaufen", analysiert Trainer Thomas Letsch. "Es gibt aber vieles zu verbessern, das ist ganz klar."

Bis Spielende war es ein Spiel auf Messers Schneide, Brann kam immer wieder gefährlich vor den Kasten der Salzburger. "Von xG waren wir zwar deutlich überlegen, trotzdem hatte man immer das Gefühl, da liegt etwas in der Luft. Wir hätten in der einen oder anderen Situation effektiver sein können, aber ich glaube, auch gegen den Ball waren wir nicht so organisiert", so Schröder.

Stuttgarts Chase im Stadion gesichtet

Nicht mehr im Kader war am Mittwoch Salzburgs Spielmacher Oscar Gloukh. Der Israeli dürfte sich wohl bereits in Amsterdam befinden. Sein Millionen-Transfer zum niederländischen Rekordmeister Ajax steht unmittelbar bevor. "Wo er aktuell ist, weiß ich nicht", erkärt Schröder, fügt jedoch hinzu: "Ich glaube, es waren nicht mehr viele Vereine in der Verlosung. Es sieht gut aus." Ein Gloukh-Ersatz ist vorerst nicht geplant. Mit Sota Kitano und Kerim Alajbegovic habe man "junge Spieler verpflichtet, die nachrücken". Schröder: "Wir sind selbstbewusst, dass auch solche Spieler sich in der Liga ihre Sporen verdienen."

„Der ging ja auch schon paar Mal durch die Gazetten.“ (Salzburg-Sportdirektor Rouven Schröder über Anrie Chase)

Der Fokus am Transfermarkt liegt - insbesondere nach der Verletzung von John Mellberg - auf der Defensive. Ein möglicher Kandidat für die Innenverteidigung ist Stuttgarts Anrie Chase. "Der ging ja auch schon paar Mal durch die Gazetten. Ich glaube, es ist kein Geheimnis, dass wir da in naher Zukunft noch etwas machen wollen." Ein Thema sei jedoch der Fitnesszustand des 21-Jährigen, der aktuell an einem Muskelfaserriss im Adduktorenbereich laboriert. "Unser Kader ist aktuell groß. Aber in der Defensive müssen wir uns Gedanken machen, aber wir müssen uns auch jeden Schritt genau ansehen."

Brügge "unfassbar starker Gegner"

Nach Brann wartet nun der Club Brügge auf die Bullen. "Mit Brügge haben wir einen unfassbar starken Gegner vor der Brust", erklärt Schröder. Auch Karim Onisiwo streut den Belgiern vor den anstehenden beiden Duellen Rosen: "Eine Champions-League-Mannschaft, die hat in den letzten Jahren auch viel in der Champions League gespielt. Wir freuen uns darauf und wollen da natürlich ein ganz anderes Gesicht abgeben."

Die Qualität von Brügge unterstreicht auch der Gesamtmarktwert von mehr als 200 Millionen Euro. Letsch dazu jedoch: "Die Marktwertdiskussion ist mir relativ egal." Der belgische Vizemeister sei aber "eine Top-Mannschaft in Europa, von daher kommt da schon was auf uns zu.