Erster gegen Zweiter? "Wir machen nichts anders wie sonst auch", gibt Dietmar Hirsch zu Protokoll, an der gewohnten Spiel-Vorbereitung will der Coach des MSV Duisburg nicht rütteln. Auch nicht für das Gipfeltreffen in Saarbrücken am Dienstag (19 Uhr, LIVE! bei kicker). "Wir haben wenig Zeit, uns mit der Nachbereitung von Ingolstadt zu beschäftigen, das haben wir ein bisschen vernachlässigt". Die Zebras haben am Sonntag trainiert und werden am Montag trainieren, dann ist "der Fokus nur auf Saarbrücken".
Die Duisburger haben sich "kurz gefreut" über das 2:1 gegen den FCI, jetzt steigt die Vorfreude auf "die geile Kulisse" im Ludwigspark, "auf das Flutlichtspiel" - und auf den nächsten Sieg? "Wir fahren dahin, um zu gewinnen", strotzt Hirsch vor Selbstvertrauen nach dem fulminanten Start des noch ungeschlagenen Aufsteigers mit sieben Siegen aus acht Partien.
Mit dem Druck eines Aufstiegsfavoriten? "Das ist schon krass. Wir waren Aufsteiger, kein einziger Trainer hat uns vor zwei Monaten als Aufstiegsfavorit genannt - und jetzt auf einmal sollen wir der Topfavorit sein? Das ist schon bemerkenswert. Aber wir sind jetzt gerade Tabellenführer und wer uns wie einschätzt, ist egal. Wir gehen kontrolliert euphorisch mit der Situation um", will sich Hirsch nicht in die Favoritenrolle drängen lassen.
Und Druck verspüre er ohnehin nicht. "Ich bleibe da bei Sandro Wagner, der gesagt hat, wenn er seine Kinder nicht ernähren kann, das ist Druck. Also, was für einen Druck haben wir?" so Hirsch, der die Situation eher als angenehm sieht und stolz ist, wenn er auf die Tabelle schaut.
Noch keine Entscheidung bei Sussek
Geht es nach Hirsch, dann kann das auch nach dem Topspiel in Saarbrücken so bleiben. Dort fährt er mit unverändertem Kader hin. "Es sind alle gut durch das Ingolstadt-Spiel gekommen, alle sind gesund und fit." Auch Patrick Sussek. Der Torjäger hat sich nach seiner Verletzungspause gegen die Schanzer als Joker mit dem Ausgleichstor zurückgemeldet und das 2:1 von Alexander Hahn per Ecke vorbereitet. Eine Startelf-Garantie wollte Hirsch dem formstarken Offensivmann aber nicht geben.
"Patrick hat mit Sicherheit wieder auf sich aufmerksam gemacht. Aber man muss schon schauen, was Sinn macht. Erstens ist er länger ausgefallen. Zweitens haben wir ein Auswärtsspiel mit einer langen Busfahrt. Wir werden mit unseren Physiotherapeuten und Patrick selbst sprechen, was Sinn macht - ob er von Anfang an spielen kann und sollte, ob er später reinkommt. Beide Situationen sind möglich. Aber alles im Sinne des Spielers. Deswegen sage ich noch nicht hundertprozentig, wie wir es machen."