Fehlercode: %{errorCode}

Schwarz-weißes-Duell in Linz: LASK und Sturm eröffnen die Saison

kicker

Nach zwei Monaten Pause rollt am Freitag wieder der Ball in der Bundesliga. Zum Auftakt empfängt der runderneuerte LASK in Linz (20.30 Uhr, LIVE! bei kicker) Titelverteidiger Sturm Graz.

"Das Auswärtsspiel gegen den LASK ist eine coole Aufgabe zum Beginn", erklärte Meistertrainer Jürgen Säumel, dessen Team den dritten Liga-Titel in Serie anvisiert - was den Steirern noch nie gelang. Neo-Coach Joao Sacramento wiederum sprach von einem "starken Gegner und einem schwierigen Spiel".

Der 36-jährige Portugiese feiert sein Liga-Debüt in einer gut besuchten Raiffeisen-Arena. "Wir spielen gegen das beste Team in Österreich. Die Tabelle lügt nicht. Aber wir wollen die drei Punkte, egal, gegen wen wir spielen", meinte Sacramento, der sich zufrieden mit der Vorbereitung zeigte. "Ich bin sehr stolz auf die Jungs, sie haben vom ersten Tag an alles gegeben. Sie setzen alles um, was wir vorgeben, sie wollen lernen. Es war auch gut, dass viele neue Spieler sehr früh gekommen sind, um Kleinigkeiten zu erarbeiten."

Die Kaderarbeiten bei den Oberösterreichern sind allerdings noch nicht vorbei. "Es ist zu früh, weil Österreich eines der Länder ist, wo erst sehr spät der Markt geschlossen ist. Wir haben noch genug Zeit. Unsere Basis ist komplett, aber der Markt ist offen." Gegen Sturm fehlt der verletzte Maximilian Entrup. "Es ist eine schwierige Verletzung, wir hoffen, er kann bald einsteigen." In der letzten Saison verlor der LASK beide Duelle gegen die Grazer und verpasste die Meistergruppe. Im Europacup-Play-off unterlagen die Linzer in zwei Spielen Rapid - dank eines Last-Minute-Treffers von Ercan Kara in Wien-Hütteldorf.

Sturm mit einigen Ausfällen

Die Athletiker erwartet Säumel nach ihrer enttäuschenden Saison in neuem spielerischen Gewand. "Ein neuer Trainer bringt zumeist frischen Wind. Der LASK wird vor Energie strotzen. Entscheidend wird sein, dass wir einen guten Plan haben." Und dieser lautet "hohe Ballgewinne, schnelles Umschalten und vertikale Spielweise".

Der 40-Jährige hat bereits zu Saisonbeginn den einen oder anderen Patienten im Lazarett. So fehlen unter anderem Torhüter Danill Khudyakov (Handgelenk) sowie Axel Kayombo (Sprunggelenk) länger. Fragezeichen gibt es bei Jon Gorenc Stankovic - der Slowene war zuletzt kränklich - und William Böving, dessen Trainingsbelastung immer wieder reduziert werden muss. "Bei Jon bin ich guter Dinge", sagte Säumel. "Willi hat das eine oder andere Wehwehchen aus dem Frühjahr mitgezogen. Er war auch im Sommer bei der U-21-EM im Einsatz. Da müssen wir noch das Abschlusstraining abwarten", sagte der Coach über den Dänen, der zudem ein Transferkandidat ist.

Der 21-jährige Goalie Matteo Bignetti steht vor seinem Bundesliga-Debüt. "Er wird mit der Aufgabe wachsen", meinte Säumel, der sich noch die eine oder andere Verstärkung erhofft, auch auf der Torhüterposition. "Ich fühle den guten Spirit in meiner Mannschaft, aber ich weiß, dass wir mit dem derzeitigen Kader keine komplette Saison bestreiten können. Da wird noch etwas passieren." Und das vermutlich sehr rasch: Florenz-Keeper Oliver Christensen absolviert am Donnerstag den Medizincheck und soll leihweise an die Mur wechseln.

LASK als Auftaktspezialist

Die Linzer entpuppten sich in der jüngeren Vergangenheit als höchst unangenehmer Auftaktgegner. Seit sechs Saisonen sind die Oberösterreicher im ersten Spiel ungeschlagen, fünf davon konnten sie sogar gewinnen. Mehr noch: Fand die Auftaktpartie vor heimischer Kulisse statt, gab es 13 Siege, fünf Remis und erst eine Niederlage. Gegen wen? Ausgerechnet gegen den SK Sturm (0:2 im Jahr 1999).

Sturm hingegen verlor in der Vorsaison das Eröffnungsspiel beim SK Rapid und wurde als erstes Team seit Red Bull Salzburg in der Saison 2016/17 trotz Auftaktpleite Meister. Ein Mitgrund: Die Grazer gewannen nach ab Runde zwei gleich vier Mal in Folge.